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Blazing Skies

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Ark
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Genre: Andere
Größe: 4 MBit
Vertrieben von: Namco
Entwickler: Malibu
Spieler: 1
Level: 12
Schwierigkeitsgrade: mittel
Features: Passwortsystem

Flugsimulationen findet man auf Konsolen eher selten, Blazing Skies gehört dementsprechend auch zu den weniger bekannten SNES Spielen. Jeder, der Flugzeuge mag bzw. gerne Flugsimulationen spielt, sollte mal einen Blick auf dieses Spiel werfen.

Blazing Skies, auch bekannt unter dem Namen Wings 2: Aces High, ist eine Flugsimulation, die in Frankreich während des ersten Weltkriegs spielt. Man fliegt eine Sopwith Camel, den wohl bekanntesten Doppeldecker des ersten Weltkriegs. Am Anfang wählt man einen von sechs Piloten. Überhaupt kann man vor jeder einzelnen Mission einen der sechs Piloten wählen. Im Grunde ist das so, als ob man sechs Leben für das ganze Spiel hat, denn wird man einmal abgeschossen oder kracht auf dem Boden, dann verliert man den Piloten. Allerdings ist der Verlust eines Piloten schwerwiegender als wenn man ein normales Leben verliert. Denn mit jeder erfolgreich abgeschlossenen Mission kann man den Piloten, den man gerade benutzt hat, verbessern. Dadurch steigen, je nachdem was man wählt, die Ausdauer (in dem Fall die Trefferpunkte), die Schusskraft oder das fliegerische Können. Vor allem das letzte ist ganz wichtig, da ein in diesem Bereich voll upgegradeter Pilot deutlich schneller fliegt und besser manövriert kann als ein unerfahrener Pilot.

Es gibt drei Arten von Missionen. Bei den meisten kämpft man gegen andere Flugzeuge. Während man in den ersten Missionen immer nur einen Feind hat, muss man später gegen zwei oder mehr Feinde antreten. Diese Missionen sind die schwierigsten im Spiel, da die Sicht sehr gering ist. Wenn man nicht in der Nähe des gegnerischen Flugzeuges ist, kann man ihn nicht sehen. Darüber hinaus gibt es auch keine Karte bzw. Radar, die anzeigt, wo der Feind sich gerade befindet. Natürlich ist es logisch dass es während des ersten Weltkrieges noch kein Radar gab, allerdings hätte man für das Spiel eine Karte einbauen können, da man sonst wahllos durch die Gegend fliegt bis entweder der Feind auftaucht oder man so weit geflogen ist, dass die Missionen beendet wird (und man daraufhin keinen Bonus bekommt um seinen Pilot aufzuwerten). Dasselbe betrifft auch die zweite Art der Missionen. Hier spielt man wieder auf der selben Karte, nur statt Flugzeuge muss man gegnerische Fahrzeuge oder Bunker abschießen. Man könnte meinen dass dies einfacher ist weil die Gegner an Ort und Stelle bleiben, aber auch hier gilt: man sieht die Gegner erst, wenn man nah genug ist. Blöd ist nur, dass die Gegner einen schon von weitem sehen und unter Beschuss nehmen. Nach ein paar Fehlschüssen treffen sie auch noch so gut wie immer und es ist sehr sehr schwer, diesen Beschuss wieder loszuwerden, so dass man in diesen Missionen häufig abstürzt. Bei diesen beiden Missionstypen sieht man sein Flugzeug von hinten und fliegt über einen ziemlich grob aufgelösten Mode-7 Untergrund. Leider sieht man immer nur den selben Boden, es gibt hier keine Abwechslung wie Gebirge oder verschneite Landschaften, denn der Story nach spielt man ja nur in Frankreich über Bauernhöfe. Das Flugzeug lässt sich dabei gut steuern. Es sind kleinere Manöver wie Rollen möglich, allerdings sollte man vorsichtig fliegen, da man das Flugzeug übersteuern kann und man dann zu trudeln beginnt. Und da man meist nicht in sehr großer Höhe fliegt, kann so ein Strömungsabriss meist mit einem Absturz enden. Die Gegner fliegen ebenfalls Manöver und können in einigen Missionen ziemlich gut fliegen.
Neben dem fehlenden Radar stört hier allerdings noch das Fehlen von jeglicher Instrumente. Es wäre einfacher gewesen, wenn man wenigstens eine Höhenangabe sowie die Geschwindigkeit hätte.

Die dritte Art von Missionen die man spielen kann sind Bombardierungen. Hier sieht man die Landschaft und natürlich das Flugzeug selbst von oben, man kann aber hoch und runter fliegen. Bei diesen Missionen kann man das Maschinengewehr nicht benutzen und greift zu Bomben zurück. Interessant ist, dass es keine Zielmarkierung gibt. Man bekommt während der Einsatzbesprechung lediglich ein Foto gezeigt, auf der die Ziele markiert sind. Das muss man sich merken und die richtigen Objekte dann im Spiel angreifen.

Nach Abschluss einer Mission bekommt man je nach Abschluss der Mission Punkte, mit der man seinen Piloten aufwerten kann. Außerdem gibt es noch ein Passwort. Danach ist man wieder im Missionsbildschirm, wo man entweder mit dem zuletzt benutzten Piloten sofort wieder loslegen kann oder im Mannschaftsraum jemand anderes wählt.

Interessant ist, dass man so oder so weiterkommt. Wenn man eine Mission nicht abschließen kann oder abstürzt, dann geht es mit der nächsten Mission weiter (bei Abstürzen natürlich solange wie man Piloten noch übrig hat).

Besonderes:
In den USA heißt das Spiel Wings 2: Aces High.

BEWERTUNG:

Grafik:
Die Flugzeuge sehen ganz nett aus mit ihren großen Sprites. Der Rest, vor allem die Landschaft, ist dagegen leider grob aufgelöst und wenig detailliert.

Sound:
Das Maschinengewehr hört sich nicht schlecht an, der Rest ist einfacher Durchschnitt.

Musik:
Das Spiel hat erstaunlicherweise einen ziemlich guten Soundtrack, leider besteht dieser aus zu wenigen Stücken.

Gameplay:
Das Flugzeug lässt sich gut steuern, man muss allerdings darauf achten, das Flugzeug nicht zu überziehen. Damit kommt eine gewisse Realität in das Spiel. Die gegnerischen Flieger können viele Wendemanöver die nett anzusehen sind. Allerdings gibt es keine Karte und kein Radar, was den Spielablauf ziemlich erschwert.

Dauerspaß:
Fans von Flugzeugen werden das Spiel sicher versuchen durchzuspielen, aber danach landet es wohl irgendwo in einer Ecke und es wird eine lange Zeit vergehen, bis man es noch mal spielt, wenn überhaupt.

Fazit:
Blazing Skies ist eine Flugsimulation, die tolle Ansätze hat, doch auch viele Schwächen bietet. Flugsim-Freunde können ihren Spaß daran haben, für alle anderen ist das Spiel nichts.

Grafik: 5
Sound: 6
Musik: 8
Gameplay: 6
Dauerspaß: 5
Gesamtwertung 5.5