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Phalanx

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Reviewautor: Ark
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Genre: Action, Shooter
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: Kemco
Entwickler: ZOOM Inc. / Kemco
Spieler: 1
Level: 8
Schwierigkeitsgrade: einfach bis schwer
Features: Seltsame US-Verpackung

Was würde man bei einer Verpackung denken, bei der man einen alten Mann mit einem langen Bart sieht, der auf einem Stuhl sitzt und Banjo spielt? Mal abgesehen davon, dass man den im Hintergrund fliegenden Raumschiff wohl gar nicht oder nur nebenbei bemerken würde, würde man wohl nie auf den Gedanken kommen, dass es sich bei Phalanx um einen Shoot\'em Up handelt. Zumindest sieht man in der US-Verpackung dieses Motiv.

Jedenfalls handelt es sich bei Phalanx um einen Shoot\'em Up. Es spielt im Jahre 2279. Man sendet eine Forschungsgruppe auf den Planeten Delia. Schon bald schlagen diese Alarm. Es tauchen auf Delia Alienschiffe auf, die andere auf biologische Art befallen und verseuchen. Man spielt den Piloten Wink Baulfield und hat die Aufgabe, dorthin zu fliegen und zu erforschen, was geschehen ist. Dabei benutzt man einen Raumschiff vom Typ A/144 Phalanx.

Bevor man das Spiel startet kann man in den Optionen den Schwierigkeitsgrad und die Steuerung frei belegen. Bei der Wahl des Schwierigkeitsgrades kann man zwischen einfach und \"funny\" wählen, wobei letzteres wohl eher scherzhaft so bezeichnet wurde, da funny wirklich hammerhart ist. Allerdings ist das Spiel bei easy ganz angenehm spielbar, so dass für jeden Spielertyp etwas geboten wird.

Das Spiel fängt an wie jedes Shoot\'em Up und spielt sich von links nach rechts, wobei der Bildschirm automatisch scrollt. Es tauchen diverse Feinde auf die man abschießen oder auch umgehen kann, wobei einige den Spieler eine Weile verfolgen. Man hat zu Beginn einen normalen Laserschuss und kann während des Spieles diverse Waffen einsammeln, von denen man bis zu drei mitschleppen und somit jederzeit die Waffe wechseln kann. Jede Waffe hat einen Spezialangriff, wobei aber die Waffe nach der Benutzung des Spezialangriffs verschwindet. Als Nebenwaffe gibt es diverse Raketen. Als besonderes Feature gibt es keine Geschwindigkeitsupgrades. Denn man kann die Geschwindigkeit im Spiel jederzeit wählen, wobei es drei Stufen gibt. Ein Feature, welches das Spiel noch um einiges mehr angenehmer macht ist die Tatsache, dass man nicht sofort nach einem Treffer ein Leben verliert. Man hat immer drei Hitpoints, so dass das Schiff erst nach drei Treffen zerstört wird. Verlorene Lebensenergie kann man durch Power Ups wieder auffüllen, wobei Energie-Items viel seltener auftauchen als Waffen. Auch startet man das Level nicht neu, wenn man ein Leben verliert. Das Spiel läuft weiter und man taucht sofort im Spiel wieder auf. Natürlich verliert man dann die aktuell benutze Waffe.

Es gibt insgesamt acht Level, die jeweils mit einem Endboss abgeschlossen werden. Die Level sind abwechslungsreicher als in den meisten anderen Spielen. Dabei ist hier nicht einfach nur das Level an sich gemeint, sondern auch die Spielweise. In einem Level muss man ein riesiges Raumschiff vernichten. Zuerst einmal fliegt man ihm hinterher. Denn der Bildschirm scrollt zwar, aber wenn man hier nicht nach vorne fliegt, erreicht man das Raumschiff nie, da sich dieser ja ebenfalls nach vorne bewegt. Hier muss man das Raumschiff an vielen Abschnitten bekämpfen, und muss sich so immer mal wieder nach hinten fallen lassen, um die hinteren Abschnitte des Raumschiffes zu bekämpfen. In einem anderen Level fließt in der Mitte des Bildschirms Wasser, das einen abbremst oder sogar nach hinten wirft wenn man nicht Schub gibt. Durch solche Level kommt mehr spaß im Spiel auf, auch wenn die meisten der Level doch eher gewöhnlich sind.

Auch dieses Spiel hat keine Passwörter, so dass man die acht Level am Stück spielen muss.

Besonderes:

Die Designer der US-Verpackung hatten mal erklärt, wieso sie ausgerechnet ein so seltsames Cover erstellt hatten. Die Antwort ist ganz simpel: Die meisten Shoot\'em Ups hatten immer gleich aussehende, oder sich sogar ähnelnde Cover. Für den US-Markt wollten sie mal etwas anderes ausprobieren, welches das Interesse der meisten Gamer auf sich ziehen sollte. Und es hatte funktioniert. Die meisten Spieler haben noch immer dieses Cover gut in Erinnerung.

Phalanx zeigt am Ende des Spieles, wenn man es auf Hard geschafft hat, einen Code. Allerdings gibt es im Spiel keine Codeeingabe-Möglichkeit. Man denkt, dass man diesen Code den Entwicklern damals senden musste um eine Belohnung zu bekommen, ähnlich wie bei Cool Spot. Was man aber bekam ist leider nicht bekannt.

BEWERTUNG

Grafik:
Phalanx bietet eine schöne Grafik. Während die Gegner herkömmlich, aber gut designt aussehen, sind die Hintergründe sehr schön gezeichnet worden und man sieht auch viele tolle Effekte wie Nebel oder Wasser.

Sound:
Der Sound ist im guten Mittelbereich. Es hört sich nett an, bietet aber nichts besonderes.

Musik:
Die Musik ist absolute klasse und ist vergleichbar mit Gradius III, auch wenn es nicht ganz an den Soundtrack von Gradius rankommt.

Gameplay:
Phalanx könnte man als sehr Einsteigerfreundlich bezeichnen, wenn man das Spiel auf leicht spielt. Doch das sollte Hardcore-Gamer, die auf den Schwierigkeitsgrad von R-Type und Co. stehen, nicht abschrecken. Denn man kann auch hier hart und sehr schwer (im Spiel funny bezeichnet) einstellen und bekommt dann einen bockschweren Shooter.
Die Steuerung des Spieles ist super und die Tatsache dass man nach einem Ableben nicht das ganze Level von vorne starten muss wirkt sich weiter positiv aus.

Dauerspaß:
Das Spiel macht viel spaß, leider muss man auch hier die acht Level am Stück spielen. Man sollte also einige Stunden Spielzeit einplanen. Hier wäre eine Passwortfunktion besser gewesen, um nicht ständig das Spiel von vorne zu beginnen.

Fazit:
Phalanx gehört zu den besten Shoot\'em Ups auf dem SNES und kann jeden empfohlen werden. Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man sich die US-Version holen, da der Cover des Spieles einfach nur Kult ist.

Grafik: 8
Sound: 7
Musik: 8
Gameplay: 9
Dauerspaß: 7
Gesamtwertung 8.5