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T2 The Arcade Game

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Horst_Sergio
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Genre: Shooter
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: LJN Ltd.
Entwickler: Probe Entertainment Limited
Spieler: 1-2
Level: 7
Schwierigkeitsgrade: schwer
Features: Steuerung per Gamepad, Mouse oder Super Scope

Ich komme wieder!

...wäre er doch bloß fort geblieben! Spiele zu Filmen waren schon immer zweischneidige Schwerter. Nachdem sich die Entwickler teuer das Recht erkauften, Markennamen und Inhalte nutzen zu dürfen, blieb für die Produktion eines guten Spiels oft kein Geld mehr. Zumindest erscheint es einem so, wenn man sich die lange Liste der unsäglichen Lizenz-Versoftungen mal anschaut. Ganz so katastrophal wie Cliffhanger, Last Action Hero, TimeCop oder Bram Stokers Dracula fällt T2: The Arcade Game vielleicht nicht aus, aber dennoch ist toll ein Adjektiv, das etwas ganz anderes beschreibt.

Ohne große Umschweife wird der Spieler ins Gemetzel gestürzt. Filmfans wissen: Es herrscht Krieg gegen Skynet. Das Computerprogramm wurde von Cyberdyne Systems entwickelt und entpuppte sich als Selbstläufer von apokalyptischem Ausmaß. Skynet betrachtete den Menschen als Feind und ließ die Maschinen gegen ihn ins Gefecht ziehen. Im Jahr 2029 gibts nur noch wenige Menschen, die unter der Führung von John Connor gegen die bösen R2D2s kämpfen. Und hier setzt das Spiel T2: The Arcade Game direkt ein - mitten im Kriegsgetümmel ballert der Spieler ganz seelenlos in die metallene Feindesschar. Ein paar Jahre später wurde ein ähnliches Spielprinzip unter dem Titel Moorhuhn verkauft und erlangte Weltruhm. Zuvor machte auf dem NES der Klassiker Duck Hunt die Runde. T2: The Arcade Game kann beiden Games nicht das Wasser reichen. Logisch: Zum einen ist die Knallerei eher haarsträubend als aufregend inszeniert und zum anderen frustriert die ungenaue Gamepad-Steuerung. Man merkt, dass dieses Spiel gemacht wurde, um mit dem Super Scope gespielt zu werden. Ob es dann auch tatsächlich besser funktioniert, vermag ich nicht zu sagen. Aber selbst wenn: T2: The Arcade Game ist und bleibt belanglos und viel zu schwer. Auch der zweite Spieler kann daran nicht rütteln.

Die Level scrollen in typischer Seitenansicht automatisch vor sich hin und zeigen düstere, wenig abwechslungsreiche Hintergründe. Die Figuren sehen da schon besser aus. Fans der Terminator-Filme könnten sich heimisch fühlen. Der Sound ist bestenfalls unterer Durchschnitt. Es könnte eigentlich noch viel mehr scheppern und krachen, wenn schon so viele Kugeln fliegen. Oft bekommt man gar nicht mit, dass man unter Beschuss steht. Auch die Mucke ist nicht das Gelbe vom Ei. Schade, dass der coole Filmsoundtrack solch witzlosem Midigedudel weichen muss. Das Game siedelt sich ganz klar im unteren Bereich an. Etwas mehr Abwechlsung hätte dem einseitigen Ballerszenario gut getan - ein paar Stages im Plattformer-Format beispielsweise. Wobei, na ja, das ebenso von LJN vertriebene Terminator 2: Judgment Day war auch als Plattformer kein Genre-Highlight. Auch wärs klasse gewesen, die Steuerung etwas geschmeidiger wirken zu lassen und auch mehr optische Abwechslung zu liefern.

BEWERTUNG

Grafik:
Düstere und eintönige Hintergründe auf denen sich zwar vortrefflich designte, jedoch hüftsteif agierende Maschinen und Menschen tummeln. Obere Mittelklasse, die vor allem für Filmfans interessant ist.

Sound:
Ein bisschen Geknatter hier, ein paar Explosionen dort. Mittendrin-Feeling kommt klanglich kaum auf. Man merkt kaum, dass man unter Beschuss steht.

Musik:
Durchwachsene Mucke! Zwar sind nicht alles Themes durchgehend schlecht, aber dennoch ist das Gedudel kein Vergleich zum kultigen Soundtrack des Films.

Gameplay:
Rudimentär vorhanden: Im Grunde tut man nichts als ballern, ballern, ballern und ein paar sinnfreie Gadgets einsammeln. Die Gamepad-Steuerung reagiert dabei auch noch recht schwammig.

Dauerspaß:
Da unnötig schwer und gleichzeitig monoton ohne Ende, kommt nur wenig Freude mit dem Game auf. Im Zweispielermodus etwas besser, doch auch dann ist T2: The Arcade Game bestenfalls was für zwischendurch. Fans könnten sich unter Umständen jedoch stärker vom Spiel angesprochen fühlen.

Fazit:
Peng, du bist tot! Unfair gehts zu, wenn dich zig Terminatoren und Hunter-Killer gleichzeitig aufs Korn nehmen. Für Fans zumindest optisch und thematisch interessant. Spielerisch jedoch eine belanglose und nahezu unfaire Ballerbude.

Grafik: 6
Sound: 5
Musik: 4
Gameplay: 4
Dauerspaß: 4
Gesamtwertung 4