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Harvest Moon

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Reviewautor: Ark
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Genre: Andere
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: Nintendo
Entwickler: Amccus
Spieler: 1
Level: kein
Schwierigkeitsgrade: einfach bis mittel
Features: Batterie

Bauer sucht Frau? Auch wenn es diese Sendung damals vermutlich nicht gab, so trifft dies bei diesem Spiel hier sogar zu, zumindest kann man in diesem Spiel heiraten, wenn man möchte…

Harvest Moon. Worum geht es eigentlich? Man spielt einen Jungen, dessen Eltern etwas ausgedehnte Ferien machen und der sich deswegen um den Bauernhof kümmern muss. Das bedeutet, man spielt einen Bauer und muss Dinge verrichten, die Bauern auf dem Land eben so tun.

Das bedeutet also auch, dass man das Feld bestellen muss, um verschiedene Gemüsesorten anbauen zu können. Diese müssen dann auch täglich bewässert werden, damit sie auch wachsen und irgendwann natürlich auch die Ernte abwerfen. Nebenbei gilt es, Milch von Kühen abzuzapfen und die gelegten Eier der Hühner zu sammeln. Denn jede Ernte sowie die tierischen Produkte bringen Bares. Natürlich ist es nicht so einfach, da man das Spiel praktisch mit nichts beginnt. Und genau da liegt auch der Reiz eines jeden Aufbauspieles. Man fängt klein an und hat zu Beginn nicht einmal Gemüsesamen. Mit dem bisschen Geld, das man hat, kauft man sich das erste Saatgut wie Steckrüben oder Kartoffeln, pflügt das Feld, pflanzt das Gemüse ein und bewässert es täglich. Irgendwann, wenn man die Erzeugnisse verkauft, bekommt man Geld, um noch mehr Saatgut zu kaufen und dadurch noch mehr Geld zu verdienen.

Natürlich gibt es Dinge, die es zu beachten gilt. Zum einen gibt es verschiedene Jahreszeiten. Im Frühling können andere Sorten angebaut werden als im Sommer. Es bringt daher nichts, kurz vor dem Sommer noch schnell Gemüse vom Frühling anzubauen, die dann keinen Ertrag bringen. Außerdem kostet jede Aktion dem kleinen Helden Kraft. Irgendwann, am Ende des Tages, ist er sogar zu erschöpft, um noch irgendetwas erledigen zu können. Man sollte immer genug Kraft haben, um noch die Pflanzen bewässern zu können. Außerdem muss die Ernte bis zu einem bestimmten Zeitpunkt gesammelt werden. Sammelt man die Ernte später, bleibt es über die Nacht in der Sammelbox und verdirbt anschließend (also wäre es besser, die übrige Ernte am nächsten Tag in die Sammelbox zu werfen). Hat man irgendwann genug Geld gesammelt, kann man Hühner und vor allem Kühe kaufen. Hühner sind einfach zu halten und legen täglich ein Ei, was Geld bringt und die Kosten eines Huhnes in einigen Tagen wieder einbringt und danach Gewinn abwirft. Füttert man das Huhn allerdings nicht, so legt diese drei Tage lang keine Eier mehr. Die Eier kann man übrigens auch ausbrüten, um mehr Hühner zu bekommen anstatt diese immer für viel Geld zu kaufen.

Bei den Kühen ist es schon schwieriger. Diese müssen erst einmal wachsen. Bis dahin und auch danach müssen sie jeden Tag bei Laune gehalten werden, in dem man sie bürstet, täglich füttert und mit ihnen spricht. Außerdem sollten sie bei schlechtem Wetter lieber nicht draußen bleiben, da werden sie launig und geben saure Milch, mit der sich nichts anfangen lässt. So eine Kuh gibt mit der Zeit sogar immer bessere Milch ab und steigt auch selber im Wert, so dass man diese Kühe für mehr Geld wiederverkaufen kann, wenn man möchte. Natürlich können die Kühe auch Nachwuchs bekommen, um später ebenfalls für den Spieler Geld einzubringen.
Viele Tiere zu haben ist vor allem im Herbst und Winter wichtig, wenn man auch in diesen Jahreszeiten Geld machen möchte, da man hier nichts mehr anbauen kann.

Neben all diesen Tätigkeiten kann man auch heiraten und sogar Kinder bekommen, was für ein besonders glücklicheres Spiel-Ende sorgt. Bis dahin muss man sich bei den Damen im Dorf, die allesamt verschiedene Dinge mögen (oder nicht mögen), beliebt machen, um ihnen später einen Heiratsantrag machen zu können. Nach der Heirat kann man allerdings auch wieder verlassen werden, man sollte also sich gut um die Frau kümmern (eben wie im echten Leben!). Hin und wieder gibt es bestimmte Ereignisse wie das Erntedankfest oder das Frühlingsfest, in der man sich besser kennenlernen kann und wo man Geschenke überreichen kann, man sollte also immer etwas Geld übrig haben.

Daneben gilt es auch, das eigene Haus aufzurüsten, in der man dafür Handwerker beauftragt. Zuvor muss man dafür Materialien sammeln, in dem man Holz hackt. Hat man genug gesammelt und auch genügend Geld, wird das Haus verbessert und bekommt auch irgendwann einen Ehebett.

Ab und an gibt es noch Katastrophen wie Stürme, die einen Teil der Ernte vernichten und sogar Hühner (wenn sie draußen vergessen wurden) fortwehen können.

Im Grunde hat das Spiel kein wirkliches Spielziel. Man spielt solange, bis zweieinhalb Jahre vorbei sind, dann kommen die Eltern wieder und man sieht ein Ending, das je nach Spielweise und Spielfortschritt unterschiedlich ausfällt. Dadurch hat das Spiel einen gewissen Wiederspielwert und macht viel Spaß, auch wenn es ein Spiel ist, bei der etwas Geduld gefragt ist, da man an einigen Tagen nur das Saatgut bewässert und darauf wartet, dass sie endlich Ernte abwerfen und man nebenbei noch dazu hofft, dass die Kühe nicht krank werden, da jede Medizin viel Geld kostet. Aber zum Glück kann man, bevor man jeden Tag ins Bett geht, das Spiel abspeichern.

Besonderes:
Im japanischen Original wird im Dorf in der Kneipe Alkohol ausgeschenkt, für die USA wurde der Alkohol durch Saft ersetzt und damit auch in Europa so übernommen.

BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist okay, aber etwas simpel ausgefallen. Man sollte keine allzu großen Animationen erwarten. Die Umgebung und Details hätten etwas ausgeprägter sein können.

Sound:
Die Sounds sind klar und gut, viele gibt es zwar nicht, aber für das Spiel sind sie ausreichend. Allerdings hat man das Gefühl, dass die Lautstärke der Sounds sich erhöht, wenn später im Spielverlauf Abend wird und damit die Spielmusik ausblendet wird.

Musik:
Die Musik ist schön komponiert worden. Für jede Jahreszeit und den speziellen Events gibt es eigene Melodien, die gut anzuhören sind und ein friedliches Gefühl vermitteln.

Gameplay:
Das Gameplay ist durchdacht, so dass sowohl Kinder als auch Erwachsene damit Spaß haben werden. Die Steuerung ist ebenfalls gut ausgefallen. Nervig ist leider ein Bug, der beim Sammeln der Ernte mit dem Pferd auftritt. Wenn man eine Ernte trägt und in die Taschen des Pferdes wirft, aber es versäumt, mit dem Steuerkreuz zusätzlich noch in Richtung des Pferdes zu drücken, dann verschwindet diese Ernte einfach so, selbst wenn man genau neben dem Pferd steht und in seine Richtung sieht. Das merkt man, wenn die Taschen des Pferdes sich nicht aufblähen. Für dieses Erntestück gibt es dann kein Geld. Das wird nirgendwo im Spiel erwähnt, so dass es durchaus sein kann, dass man, wenn man nicht darauf achtet, für einen Großteil der Ernte nichts verdient.

Dauerspaß:
Das Spiel macht Spaß, weil man seinen Hof immer weiter erweitern möchte und immer weitere Tiere haben will. Auch dienen die verschiedenen, aber kurzen, Endsequenzen für einen gewissen Wiederspielwert. Manchmal aber möchte man einfach nur schnell die Tage hinter sich bringen, weil man nix anderes zu tun hat. Aber alles in allem macht das Spiel Spaß.

Fazit:
Harvest Moon ist ein ganz nett gemachter „Bauernsimulator“ mit niedlicher Grafik. Einige weitere Interaktionsmöglichkeiten wären allerdings nett gewesen und hätten das Spiel enorm aufgewertet.

Grafik: 6
Sound: 6
Musik: 7
Gameplay: 8
Dauerspaß: 8
Gesamtwertung 8