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The Pagemaster

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Horst_Sergio
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Genre: Jump and Run
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: Virgin Interactive
Entwickler: Probe Entertainment Limited
Spieler: 1
Level: 3 á diverse Stages
Schwierigkeitsgrade: 1, leicht bis mittel
Features: Passwörter (nach jeder Welt)

Lesen bildet!

Die Umsetzung eines - mittlerweile in Vergessenheit geratenen - Films mit dem damaligen Kinderstar Macauley Culkin (Kevin - Allein zu Haus), der wortwörtlich in die Geschichten verschiedener Bücher gezogen wird. Die Story wird im Spiel nicht mal ansatzweise aufgegriffen. Was dem Bengel im Film genau widerfährt und wie es zu all dem kommt? Man weiß es nicht. Einzig die Schauplätze wurden von Virgin aufs SNES gepackt. Besagter Kevin-Schreihals erlebt auch im Videospiel diverse Buchgeschichten, die bedrohlich realistische Ausmaße annehmen. Das Ganze ist aus heutiger Sicht mehr oder weniger eine Mischung aus Die unendliche Geschichte, Harry Potter und Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Nachdem das \\\"Wieso und Weshalb\\\" zu Lasten der Atmosphäre leider nicht geklärt wurde, fängt das Game direkt an!

Spielerisch ist ja eigentlich alles in Butter. Obwohl mit Probe Entertainment der Entwickler von Stargate, Alien 3 und The Incredible Hulk am Werk ist, erinnern sowohl der optische Stil wie auch die spielerischen Features vorrangig an Titel wie Mickey Mania oder auch Pitfall. Doof aber, dass die Rennerei ohne eine richtige, greifbare Story kaum motiviert. Eine ähnlich geartete Film-Umsetzung wie Hook beispielsweise ist zwar im Spielverlauf nicht unbedingt werkgetreu, dennoch wird die Story in Teilen aufgegriffen, was zumindest für ein wohliges Flair sorgt. Oder, um beim Entwickler zu bleiben: Auch Stargate liefert eine grobe Rahmenhandlung die Ausschnitte aus dem Film aufzeigt und damit an Atmosphäre gewinnt.

The Pagemaster jedoch bleibt Jump \\\'n Run Kost von der Stange. Zwar ist es gutklassig spielbar und kommt mit ein paar netten Ideen daher, aber inhaltlich bleibt es total flach und dauerhaft abwechslungsarm. Zum einen gibts nur drei Welten. Jene wiederum haben aber jeweils über zehn Unterlevel und tonnenweise versteckte Bonusstages. Damit ist sicherlich ein ordentlicher Umfang garantiert, jedoch mangelt es zusehens an optischer und spielerischer Abwechslung. Viele gebotene Features werden kaum oder nicht richtig genutzt - auch das fällt ernüchternd auf. Letzten Endes ist auch der Schwierigkeitsgrad eher mild, womit das Game mit eins, zwei Anläufen schnell durchgeackert ist. Viel Potenzial, aber das Meiste davon ist leider verschenkt.

Audiovisuell ist The Pagemaster allerdings gut umgesetzt und vor allem die Animationen sind richtig gelungen. Aber auch das schmälert den Eindruck nicht, dass das Spiel ein klein bisschen halbherzig geraten ist. Anstatt 3 verschiedener Welten á 10 Stages, wären 10 Welten mit je 3 Stages und zwischendurch eins, zwei auflockernde Bilder aus dem Film definitiv cooler gewesen.

BEWERTUNG

Grafik:
Schicke Hintergründe, saubere Animationen, hohes, flüssiges Spieltempo. Das Gebotene sieht klasse aus, wenn auch zunächst recht düster und dauerhaft wenig abwechslungsreich.

Sound:
Die Soundeffekte sind an sich OK, \\\"Kevin\\\" macht teilweise aber eher die Geräusche einer alten Omi.

Musik:
Die Themes sind bemüht, die Stimmung der Welten einzufangen, aufgrund der vielen Wiederholungen dauerhaft jedoch nervig

Gameplay:
Die Features und Argumentationsverstärker erinnern an Mickey Mania oder Pitfall, immer wieder schimmert spielerische Abwechslung durch. Tatsächlich wird der gleichbleibende J&R-Alltag nur von kurzzeitigen Lichtblicken unterbrochen; es ist kein steigender Anspruch spürbar.

Dauerspaß:
Schlecht ist das Spiel sicherlich nicht, aber so ganz ohne Geschichte wirkts seelenlos. Die Spielzeit ist relativ lang, aber wenig abwechslungsreich. Das Leveldesign wiederholt sich optisch wie auch spielerisch. Das Ende kommt dann wiederum so abrupt, dass man sich total rausgerissen fühlt. Wenn man es einmal durch hat, dann lockt The Pagemaster kaum zu einem weiteren Durchgang.

Fazit:
Man merkt halt, dass es ne Filmumsetzung ist. Zwar kein spielerisches Desaster, aber an allen Ecken und Enden fehlt die Würze. Gut spielbar und technisch nett gemacht, aber dennoch anspruchslose 0815-Kost. Es hätten mehr verschiedene Welten sein dürfen und dafür aber weniger Unterlevel. So erscheint das Spiel in die Länge gezogen und etwas uninspiriert.

Grafik: 8
Sound: 7
Musik: 7
Gameplay: 7
Dauerspaß: 6
Gesamtwertung 6.5