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Michael Jordan Chaos in the Windy City

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Reviewautor: Horst_Sergio
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Genre: Jump and Run, Action
Größe: 10 MBit
Vertrieben von: Ocean
Entwickler: Electronic Arts
Spieler: 1
Level: 5 Areale á diverse Unterlevel + Secrets
Schwierigkeitsgrade: 3
Features: Passwortsystem

Basketballaballa

Andauernd werden Leute entführt. Prinzessinnen oder Lebensgefährtinnen, große und kleine Brüder, Schwestern, Eltern, Onkels, Tanten, Freunde, Bekannte, Angehörige (verwandt oder verschwägert), Prominente oder wichtige und einflussreiche Persönlichkeiten. Selbst Haustiere sind nicht vor Kidnappern sicher. Aber ein ganzes Basketballteam? Tja, also das hats jedenfalls noch nicht gegeben. Da staunt auch der unvergessene NBA-Star Michael Jordan nicht schlecht, als er zum Training kommt und vom fiesen Dr. Max Cranium die Nachricht erhält, dass dieser die Spieler der Bulls entführt hat und sie in verschiedenen Arealen von Chicago gefangen hält. Also dann, auf zur Rettungsmission!

Neben Shaq-Fu ist Chaos In The Windy City ein weiteres Spiel mit einem namensgebenden Basketballspieler auf Abwegen. Während Shaquille O' Neal jedoch den Ball zur Seite legt und sich auf Schläge und Tritte verlässt, nutzt Michael Jordan verschiedene, magische Basketbälle als Wurfgeschosse und ballert sie den Gegnern vor den Latz. Es gibt brennende, eisige, boomerangartig zurückkehrende und diverse weitere Bälle mit verschiedenen Wirkungen. Manche explodieren, andere rollen tonnenschwer wie Bowlingkugeln übers Gelände. Die Levelkarten sind komplex aufgebaut und setzen auf Schalter- und Türenrätsel. Ziel ist es, alle Teamkollegen zu befreien, die in den verschiedenen Unterstages der drei Areale gefangen gehalten werden. Dafür winken Schlüsselkarten, die den Weg zu Dr. Cranium freigeben. Überall in den Stages sind Körbe verteilt, die Jordan mit Items belohnen, wenn er nen Dunking ausführt. Neben den verschiedenen Bällen und obligatorischen Energieauffrischungen gibts zig verschiedene Schlüssel für Türen und Schalter.

Das Leveldesign ist nicht immer einfach zu durchblicken und wird im zunehmenden Verlauf nicht nur umfangreicher. Der Spieler wird auch gern mal aufs Glatteis geführt und erreicht besondere Geheimverstecke erst im wiederholten Durchgang. Das frustriert natürlich ein wenig. Zudem schwankt auch der Anspruch sehr. Während die Gegner noch einfach zu besiegen sind, werden vor allem die Sprungpassagen zur Friemelarie. Schuld sind Jordans hektische Bewegungen: Mal wirkt er träge wie ein nasser Sack, mal glitscht er regelrecht in den Abgrund, ohne dass man was dagegen tun kann. Das gibt Punktabzug! Ansonsten ist CITWC ein enorm ambitioniertes Game. Die Story ist zwar total beknackt, aber durchaus witzig und wurde in ein optisch sehr ansprechendes Grafikgerüst verpackt. Vor allem die Animationen und das Design der Gegner ist toll. Trotz allem kann das Game nicht mit einem Pitfall, Cool Spot oder Earthworm Jim konkurrieren. Dafür machen sich die spielerischen Defizite durch die hakelige Steuerung dauerhaft zu sehr bemerkbar. Insgesamt siedelt sich der gute Michael als Spielfigur im oberen Mittelfeld an.

BEWERTUNG

Grafik:
Saubere Animationen und nettes Design der Sprites. Die dunklen Hintergründe könnten teilweise etwas peppiger sein.

Sound:
Jederzeit gut klingende Soundeffekte.

Musik:
Die Mucke möchte gern funky und groovy á la Earthworm Jim sein, wirkt mitunter aber unpassend kauzig.

Gameplay::
Viele Items und brauchbares Spielprinzip. Michaels Bewegungen sind ein wenig arg hektisch geraten, die Kollisionsabfrage schwächelt zudem.

Dauerspaß::
Einige mechanische Schnitzer verhindern leider, dass Michael Jordan in der Oberliga der Action-Platformer mitspielen darf. Trotz unfairer Momente wirkt das Game dennoch sehr ambitioniert.

Fazit:
Schon recht kurios: Michael Jordan kommt zum Training und sein ganzes Team wurde entführt. Jetzt muss er loslatschen und allerlei Bösewichte mit feurigen Basketbällen abwerfen. Das klingt zwar total beknackt, ist aber - trotz manch fieser Stelle - brauchbare Actionkost mit komplexen und rätsellastigen Levelkarten.

Grafik: 7.5
Sound: 8
Musik: 6.5
Gameplay: 7
Dauerspaß: 7
Gesamtwertung 7