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The Great Battle II Last Fighter Twin

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Reviewautor: Ark
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Genre: Beat'em Up
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: Banpresto
Entwickler: Nova
Spieler: 1-2
Level: 10
Schwierigkeitsgrade: schwer
Features: Passwörter

Was tut man eigentlich, wenn man sich nicht entscheiden kann, zu welchem Helden man ein Spiel widmen möchte? Na klar, dann packt man eben so einige bekannte Helden in einem einzigen Spiel und verniedlicht ihr Aussehen, damit die Figuren auch allesamt gleich groß aussehen und somit in einem Spiel gemeinsam funktionieren (diesen Kunstgriff nennt man dann Super Deformed). Mit The Great Battle, dem ersten Spiel, kam damit Anfang der 90er Jahre sozusagen das erste Crossover-Videospiel heraus. Viele Nicht-Asiaten bekamen dies allerdings gar nicht mit, da das Spiel nur in Japan erschien und somit auch nur japanische Helden aus Animes und Filmen beinhaltete. Da das Spiel trotz mäßiger Qualität dennoch ein Erfolg war, gab es natürlich weitere Spiele, von denen der zweite Teil hier vorgestellt werden soll.

Zur Story kann man nicht viel sagen, denn das Spiel ist nur auf japanisch spielbar und die Infos, die man im Internet findet, sind eher dürftig. Es geht im Groben darum, dass die bekannten Helden wie Gundam und Ultraman gemeinsam die Beschützer der Erde darstellen. Nach einer kurzen Zeit des Friedens erscheinen Gegner (hauptsächlich aus den Franchises von Gundam und Ultraman) und attackieren die Erde. Nun liegt es an dem Spieler, die Bösewichter aufzuhalten, dabei kann man entweder alleine oder zu zweit mit einem Freund spielen.

Wie im ersten Spiel kann man per Knopfdruck jederzeit den Helden wechseln, wobei sie sich alle gleich spielen. Gameplaymäßig bietet das Spiel nicht sehr viel, da man nur ganz wenige Moves hat (Schlagen, Treten, eine Rutschattacke und einen Spezialangriff, wobei letztere Genretypisch auch ein wenig von der eigenen Lebensenergie abzieht). Aber überhaupt ist das Genre schon die größte Änderung im zweiten Teil der Reihe. Während man das erste Spiel noch von einer isometrischen Ansicht wie in einem Rollenspiel gespielt hatte und das Spiel mehr ein Shoot-Em Up war, ist der zweite Teil nun ein Beat’Em Up geworden, ähnlich wie beispielsweise die Final Fight Spiele.

Das Spiel beginnt recht zäh und man merkt schnell, dass man schon bei zwei oder drei Gegnern sehr schnell in Bedrängnis kommen kann. Gerade die ersten paar Level können dadurch für ein gewisses Frustfaktor sorgen. Später findet man eine Waffe, die man auch werfen kann (die immer wieder zurückkehrt), welche Gegner auch aus der Distanz trifft, wodurch das Spiel um einiges einfacher wird, sofern man nicht zu lange wartet und den Bildschirm mit Gegnern füllen lässt bzw. die Waffe wieder verliert.

Auch wenn gelegentlich Energie-Tränke auftauchen, so hat man nur zwei Leben und insgesamt zwei Continues, die man auf alle Fälle brauchen wird, wenn man das Spiel durchspielen möchte. Alle zwei Level gibt es einen Endgegner, die mit der Distanzwaffe überraschend einfach zu besiegen sind als die ganzen Gegnerhorden in den Leveln.

Die Hintergründe der Level sind recht abwechslungsreich, was ein großer Pluspunkt ist (es gibt sogar einen ansehnlichen Unterwasser-Level). Die Grafik der Charakter könnte besser sein, aber die Endgegner sehen wiederum gut aus. Wäre das Spiel von der Steuerung und Balancing her besser gewesen, würde das Spiel deutlich mehr Spaß machen.

Besonderes:
Es gibt ein Passwortsystem, so dass man das Spiel nicht immer von vorne beginnen muss.

BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist mittelmäßig. Die Level sind an sich okay, die Charaktere könnten etwas besser aussehen, aber hin und wieder bekommt man nette Effekte und auch gut aussehende Endgegner zu sehen. Die Zwischensequenzen sind aber wieder mal nett gemacht worden.

Sound:
Der Sound ist recht simpel und besteht aus einfachen Schlaggeräuschen.

Musik:
Die Musik ist gut, aber nicht Ohrwurmverdächtig. Nach dem Spielen wird man das meiste wieder vergessen haben.

Gameplay:
Die Steuerung ist gerade noch so okay, und ein paar Moves mehr für die Charaktere hätte sicher nicht geschadet. Am nervigsten sind Balancing-Probleme, da man bei mehr als zwei Gegnern auf dem Bildschirm schnell Probleme bekommen kann und einige Gegner recht viel an Lebenskraft abziehen.

Dauerspaß:
Der Spielspaß ist okay, Fans werden sicher mehr damit anfangen können. Zehn Level bieten Abwechslung, aber der erwähnte harte Schwierigkeitsgrad kann manchmal demotivieren.

Fazit:
Der zweite Teil dieser Spielereihe ist um einiges besser geworden als der erste Teil, leidet aber extrem unter Design-schwächen und Balancing-Problemen bei mehreren Gegnern. Ein paar Leben mehr hätten sicher nicht geschadet, da einige Stellen echt frustrierend sein können. Ein Spiel, was meiner Meinung nach sich weiterhin eigentlich nur an Fans der Helden im Spiel richtet.

Grafik: 6
Sound: 5
Musik: 6
Gameplay: 6
Dauerspaß: 6
Gesamtwertung 6.9