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Power Moves

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Horst_Sergio
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Genre: Beat'em Up
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: Kaneko
Entwickler: System Vision
Spieler: 1 - 2
Level: 8 Kämpfer
Schwierigkeitsgrade: 8
Features: Passwörter

Klone sich, wer kann!

System Vision entwickelte mit "Power Athlete" ein Tournament Fighting Game, das im Jahr 1992 von Kaneco auf die japanischen Spieler losgelassen wurde. Die Sega Genesis Version bekam kurz darauf den reißerischen Titel "Deadly Moves". Erst 1993 erschien das Game auch für das amerikanische Super Nintendo, hier jedoch mit dem deutlich abgeschwächten Titel "Power Moves". Das Game ist ein klassischer Tournament Fighter. Das offensichtliche Vorbild: Street Fighter. Tatsächlich erinnert das Game an eine Mischung aus dem allerersten Street Fighter und Street Fighter 2, denn Spieler 1 kann im Story Mode lediglich den Karatekämpfer Joe spielen. Nur im Versus Mode darf der erste Spieler auch mal einen der anderen 7 Kämpfer wählen. Der Umfang ist per se recht gering. In Games wie Shaq Fu oder Rise Of The Robots stellt dies eines der größten Ärgernisse dar, in Power Moves ist es im Grunde relativ egal.

Man merkt dem Spiel ebenso deutlich an, dass es eher für Sega Mega Drive bzw. Sega Genesis optimiert ist, denn die Steuerung kommt lediglich mit drei Buttons aus. Da die Arenen eine räumliche Tiefe haben, was ein wenig an Fatal Fury erinnert, benötigt man einen Button zum Springen. Für Schläge und Tritte steht wiederum je einer der anderen Buttons zur Verfügung. Was recht interessant und ein seltenes Feature ist: Joes Kampfwerte verbessern sich, sobald er einen Gegner in die Knie gezwungen hat. Das ist nett, da sich die Verbesserungen spielerisch bemerkbar machen. Allerdings hat Joe nur wenig der titelgebenden Moves auf Lager. Power Moves ist zwar gut spielbar, aber es ist im Endeffekt ein Button Masher. Nebenher gibt es zwei recht belanglose Bonus Stages, in denen man sich zusätzliche Punkte erarbeitet. Hat man die 7 Kontrahenten erledigt, gibts einen Bosskampf und das wars. In den höheren Schwierigkeitsgraden ist man natürlich darauf angewiesen, die einzelnen Gegner mehrmals zu vermöbeln, um mehr Skillpoints zu sammeln. Die Spielzeit streckt sich somit künstlich.

Auch technisch ist Power Moves ein recht mittelmäßiges Spiel. Die Grafik ist OK, aber nicht weltbewegend. Die bewegten Hintergründe können gefallen, aber eine Augenweide ist das Game nicht. Die Sprites sind kleiner und etwas weniger detailliert, als etwa die Kollegen aus Street Fighter 2. Die Soundeffekte sind ebenso mittelmäßig, aber die simple Musikuntermalung kann gefallen.


BEWERTUNG

Grafik:
Die Kämpfer sehen soweit recht gut aus und sind ordentlich animiert. Die teils bewegten Hintergründe gefallen an sich, sind aber mit wenig Details angereichert. Mit Street Fighter kann die Optik im Allgemeinen nicht konkurrieren.

Sound:
Die Soundeffekte klingen mitunter schon etwas müde, vor allem die Voice Samples sind recht schwach. Da wär mehr drin gewesen.

Musik:
Die Musik ist simpel komponiert und in ein wenig aufwendiges Klanggerüst verpackt. Einige der Themes können aber durchaus mitreißen und übertönen die schwachen Soundeffekte gekonnt.

Gameplay:
Simpler gehts kaum. Geringes Schlagrepertoire und dank nur eines spielbaren Kämpfers im Storymode auch wenig umfang- und abwechslungsreich. Das Gebotene ist jedoch OK, das Skillsystem macht Laune. Mehr Kämpfer und mehr Modi hätten dem Ganzen jedoch echt gut getan.

Dauerspaß:
Power Moves war, ist und bleibt ein preisgünstiger Street Fighter Klon. Das Gebotene ist oberer Durchschnitt, aber fehlende Features machen sich eins, zwei Jahre nach der Veröffentlichung des referenziellen Street Fighter 2 natürlich bemerkbar. Wenn man den Storymode durch und den Obermotz besiegt hat, sinkt die Motivation ganz schnell. Der Zweispielermodus begeistert aufgrund der simplen und wenig umfangreichen Steuerung auch nicht sehr lange.

Fazit:
Man merkt dem Game in jeder Hinsicht an, dass es eher für Sega Genesis erdacht wurde und selbst dort humpelt es der hiesigen Konkurrenz hinterher. Da das Game offiziell nie in Europa veröffentlicht wurde, ist es fraglich, ob sich der Import auch wirklich lohnt. Ein glatter Reinfall wie "Rise Of The Robots" oder "Primal Rage" ist "Power Moves" sicherlich nicht. Vergleichbare Spiele wären hierzulande wohl eher "Art Of Fighting" und "Brutal: Paws Of Fury" - auch diese Games bieten Durchschnittskost mit einigen trashigen Tendenzen.

Grafik: 6
Sound: 5
Musik: 7
Gameplay: 6
Dauerspaß: 6
Gesamtwertung 6