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Demon's Crest

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Reviewautor: Ark
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Genre: Jump and Run, Action
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: Capcom
Entwickler: Capcom
Spieler: 1
Level: 8 große mit verschiedenen Ausgängen
Schwierigkeitsgrade: mittel bis sehr schwer
Features: -

Das Spiel:

Man dachte eine lange Zeit daran, dass Capcom's "Super Ghouls'N Ghost" wohl eines der schwierigsten Spiele auf dem SNES sei. Doch als drei Jahre später, nämlich 1994, "Demon's Crest" erschien, war mit Sicherheit klar, dass dieses Spiel zu den schwierigsten Spielen auf dem SNES gehörte, zumindest, wenn man das Spiel mit dem besten Ende durchspielen möchte.

Das bedeutet aber keinesfalls, dass das Spiel verdammt schwer ist. Die Levels spielen sich alle ziemlich angenehm, nur die Endbosse sind schon da herausfordernder. Man spielt den Dämon Firebrand, der seinen ersten Auftritt, oder zumindest einer von seiner Art, in "Super Ghouls'N Ghost" hatte. Firebrand ist auf der Suche nach den sogenannten Crests, mächtige Steine, die einen, je nach Art des Crests, bestimmte Kräfte verleihen. Mit dem Earth-Crest, also dem Erd-Crest, kann man sich beispielsweise in einen Erd-Dämon verwandeln und mit seiner machtvollen Rempelattacke Statuen zerstören. Es gibt sechs verschiedene Crests, nämlich Feuer, Erde, Luft, Wasser, Zeit und Himmel. Und je nach Crest verwandelt man sich in einen anderen Dämon mit anderen Fähigkeiten.

Und das ist das besondere, was das Spiel ausmacht. Denn man muss einen Level mindestens zweimal besuchen, um mit den neuen Kräften verborgene Orte auskundschaften zu können. Wenn in einem Level zum Beispiel Wasser gab, konnte man ohne den Wasser-Crest noch nicht hinein, da man ja nicht in der Lage war, unter Wasser zu atmen. Doch mit dem Wasser-Crest verwandelt man sich in einen Wasser-Dämon, der sich nicht nur flink wie ein Fisch unter Wasser bewegen, sondern auch mit Hilfe von Kiemen atmen kann. Somit kommt man an neue Orte oder entdeckt einen von den zahlreichen Gegenständen.

Von den besagten Gegenständen gibt es im Spiel 15 Stück, aufgeteilt in 5 Flaschen, 5 Spruchrollen und 5 Talismane. Während man in die Flaschen diverse Tränke wie Heil- oder Magietränke kaufen kann, kann man in Spruchrollen, wie es der Name schon sagt, Zaubersprüche kaufen, die einen Spieler helfen, seine Feinde zu bekämpfen. Leider sind die Zaubersprüche aber nur in den Level selber gut, gegen die Endbosse nützen sie eher weniger. Talismane dagegen sind eines der nützlichsten Items überhaupt. Von den 5 Stück, die man im Laufe des Spieles finden kann, kann immer nur einer gleichzeitig getragen werden. Sie verleihen dem Spieler weitere Kräfte und zwar unabhängig der Dämon-Form, in der man gerade verwandelt ist. Es gibt Talismane, mit der man schneller und mehr Geld findet, mehr Schaden anrichtet oder selber weniger Schaden nimmt. Was für eine Kraft ein Talisman hat, steht leider nicht in der Itembeschreibung, da sieht man lediglich den Namen. Wenn man wissen möchte, was denn nun ein Talisman bewirkt, so muss man sich damit ausrüsten und zu einem Gelehrten in der Stadt gehen, dieser erklärt dann, was für einen Talisman man gerade trägt.

Abgesehen von diesen Gegenständen gibt es noch Feuer-Upgrades. Firebrand hat in seinem ursprünglichen Zustand nur eine kleine Flamme, die er gegen seine Feinde speien kann. Doch die ist ziemlich schwach. Also gibt es später weitere Feuerarten, die man erlernen kann. Man kann Steinbrechende Geschosse speien, oder kleinere Tornados, die zwar keinen Gegner schaden können, doch dafür kann man auf die Tornados draufsteigen und somit höher gelegene Orte erreichen, optimal, wenn man den Air-Crest noch nicht hat und somit noch nicht hochfliegen kann. Später hat man sogar eine richtig machtvolle und starke Flamme. Allerdings sind diese Feuer-Upgrades nur für den Original-Zustand bestimmt, mit einer Verwandlung kann man sie nicht benutzen. Das ist aber insofern gut, weil Firebrand damit selber später im Vergleich zu seinen anderen Gestalten nicht zu schwach ist.

Ziel des Spiels ist es, alle diese Crests einzusammeln und am Ende den bösen Dämonen-Lord zu vernichten. Hier kommt jetzt, dass das Spiel drei verschiedene Enden anbietet, die schlechte, die normale und die gute. Die schlechte und die normale wird man leicht sehen können. Bei der guten muss man am Schluss nicht nur sämtliche Gegenstände und Verwandlungsformen gefunden und bekommen haben. Man muss auch herausfinden, wie man sich in den legendären Gargoyle verwandelt, damit man überhaupt Zugang zum letzten Boss hat. Und dieser ist nicht nur der schwierigste Boss im ganzen Spiel, sondern wahrscheinlich sogar eines der schwierigsten Endbosse auf dem SNES! Ihn zu schaffen bedeutet, dass man wirklich was auf dem Kasten hat.

Besonderheiten:

Man kann die Reihenfolge der Level, die man im Spiel besuchen möchte, weitestgehend selber entscheiden. Das Spiel ist bis auf einige Vorgaben also nicht linear aufgebaut. Sobald das Anfangslevel geschafft ist, kommt man auf eine Karte in einer isometrischen Sicht, auf der man mit Firebrand frei herumfliegen kann. Wenn man einen Level betreten möchte, dann fliegt man darauf zu und drückt den Knopf zur Landung, um einen Sturzflug zu machen, Firebrand landet dann automatisch. Wenn man aber an einem Ort ist, wo es nichts gibt, passiert eben gar nichts und man bleibt auf der Weltkarte. Abgesehen von den Level gibt es auf der Karte noch versteckte Orte für Minispiele oder andere Getränke-/ Zauberläden.

Da das Spiel sehr umfangreich ist, gibt es ein Passwortsystem, was meiner Meinung nach schlecht gelöst ist, da sich das Passwort logischerweise bei jedem neu gefundenem Gegenstand ändert. Seltsamerweise wird das eingesammelte Geld nicht gespeichert, so dass man jedes mal mit 0 Geld anfängt. Ein Batteriespeicher wäre hier viel besser gewesen.

Bewertung:

GRAFIK:
Die Grafik ist der von "Super Ghouls'N Ghost" sehr ähnlich, aber einen Tick besser und mehr detailliert. Dazu kommen tolle Effekte, wenn man zum Beispiel im brennendem Wald ist. Das ganze Spiel ist in einem schön düsterem Look gehalten worden. Alles in allem sieht das Spiel super aus.

SOUND:
Die Soundeffekte klingen alle gut, klare Sounds oder dumpf klingende Klänge.

MUSIK:
Die Musik ist wunderbar. Jedes Level hat seine eigene Melodie, die sich sogar zu Ohrwürmern mausern könnten, denn die Musik hat etwas tolles an sich, es ist einfach passend zu Spiel mit toll komponierten Melodien.

Gameplay:
Die Steuerung von Firebrand ist sehr gut. Allerdings muss man sich bei einigen Verwandlungsformen daran gewöhnen, dass Firebrand dann mehrere Aktionen hat. Entsprechend muss man bei einigen Formen gut mit dem Controller umgehen können, wenn man z.B. gleichzeit hoch/runter und vorwärst/rückwärts fliegen und dabei noch feuern möchte. Denn dass hoch/runter fliegen beim Luft-Gargoyle erfolgt nicht durch runter oder hoch drücken des Steuerkreuzes, sondern mit dem A oder B-Knopf.

DAUERSPASS:
In Demon's Crest gibt es viel zu entdecken. Deswegen macht es sehr viel spaß, selbst wenn man das Spiel durchgespielt hat. Nur die zum Teil schwierigen Bosse könnten vielleicht manchmal frustrieren.

FAZIT:
Demon's Crest gehört zu Capcom's Meisterwerken auf dem SNES und ist ein Spiel, dass man auf keinen Fall verpassen sollte.

Grafik: 9
Sound: 8
Musik: 8
Gameplay: 8
Dauerspaß: 9
Gesamtwertung 8.7