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Family Dog

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Reviewautor: Ark
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Genre: Jump and Run, Action
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: Malibu Games
Entwickler: Absolute Entertainment Inc.
Spieler: 1
Level: 4
Schwierigkeitsgrade: einfach
Features: -

Hundstage?
Es gibt Spiele, die die Welt nicht braucht. Das mag vielleicht abgedroschen klingen, aber gerade im Videospielsektor gibt es viele Entwickler, die ihr Glück dabei versuchen. Guten Spielen merkt man die Mühe der Entwickler an, selbst wenn die Spiele einige Schwächen haben sollten. Dann gibt es Spiele, bei denen man denkt, dass das Spiel so innerhalb nur eines Wochenendes schnell mal eben zusammengeschustert wurde,… vermutlich auch noch von Praktikanten. So ein Spiel scheint Familiy Dog zu sein, der zurecht auf vielen Seiten zu den schlechtesten SNES Spielen überhaupt zählt.

Worum geht es?
Family Dog ist ein Lizenzprodukt zur gleichnamigen Cartoonserie, bei der der Familienhund, ein Bull Terrier namens Danny Mann, die Hauptrolle spielt. In dem Spiel muss man den miserabel zu steuernden Hund zunächst im Haus der Familie Binsford rumlaufen lassen, wobei man von einem Raum zum nächsten rennt und dabei neben dem frechen Balg (und selbst für eine Kinderserie potthässlich gezeichneten) Billy Binsford und dem Kater auch wahllosen Gegenständen ausweichen muss, wie umherfliegende Bücher oder Spielsachen. Im zweiten Level, in der Küche, dessen Grafiksets immer wieder aneinander gereiht werden und man damit den Eindruck bekommt, die Küche wäre 10 Kilometer lang mit ihren 1000 Schränken, 100 Herden und 2000 Toastern, müssen neben dem erwähnten Kind Küchengeräte wie Mixer, Toaster und die offenen Flammen der Herde ausgewichen (oder durch Bellen aus dem Weg geschafft) werden. Da die Steuerung extrem ruckelig und ungenau ist, erschwert einem zusätzlich den Weg unnötig und kann sogar ein wenig zum Frustfaktor beitragen. Allen voran im dritten Level, welcher immerhin das einzig richtige Level ist, dass in einer Hundefangeinrichtung spielt und wo man entkommen muss. Dazu klettert man Stockwerk für Stockwerk hinauf und versucht nebenbei Vögel zu befreien, die einem dann den Weg zum Weiterkommen öffnen. Oben angekommen muss man die Öffnung eines Rohrschachtes finden, damit man dadurch entkommen kann, allerdings sind die Jump‘n Run Einlagen an der Fassade des Gebäudes mehr als frustrierend, da man nicht nur mit der erwähnten, miserablen Steuerung zu kämpfen hat, sondern teilweise auf recht kleine Plattformen springen muss, und dies teilweise sogar Pixelgenau, da man sonst herunterfällt und einen großen Abschnitt wieder hoch klettern kann. Im letzten Level anschließend springt man in einem Wald von Ast zu Ast und muss aufpassen, nicht herunterzufallen oder von riesigen Tieren wie Schlangen und Wespen erwischt zu werden.

Das Bellen ist die einzige Möglichkeit, sich zu verteidigen, allerdings sollte man dafür immer mal wieder Hundekuchen und andere Leckerlies fressen, um dieses Bellen aufzustocken, da diese sonst wie Munition immer weniger werden durch Benutzen. Knochen sorgen für Energienachschub, die man auf alle Fälle benötigt, da man öfters mal getroffen werden könnte, vor allem, wenn einem die Level nerven und man einfach nur noch durchrennen möchte.

Nach diesen vier Level ist das Spiel auch schon zu Ende, wofür man etwa 30 Minuten benötigt. Wenn man etwas geübter ist, kann man sogar schon in der Hälfte dieser Zeit schaffen. Kinder dagegen werden viel viel mehr brauchen, da sie vor allem im dritten Level vielleicht nicht weiterkommen könnten auf Grund der fummeligen Steuerung und des nicht sofort einleuchtenden Ausgang des Levels.

Das Spiel hat für mich absolut Null Spaß gemacht und selbst für Kinder gibt es Haufenweise schönere Spiele.

Besonderes:
Selbst die Cartoonserie wurde ein Flop und wurde bereits nach 10 Folgen eingestellt, und das, obwohl Steven Spielberg der Produzent war und sogar namhafte Autoren wie Paul Dini (der unter anderem eine Menge für DC Comics wie Batman, Superman und Justice League schrieb) für die Serie schrieben.


BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist recht simpel. Die Charaktere würden noch als okay durchgehen für so eine Art Spiel, haben aber stockige Animationen. Die Hintergründe sind etwas detailarm und wirken vor allem in den ersten beiden Level etwas leer, so dass hier mit ein wenig mehr Mühe noch etwas mehr drin gewesen wäre. Alles in allem ist aber die Grafik noch okay und eigentlich auch das Beste an diesem Spiel.

Sound:
Bei den Soundeffekten hört man nichts anderen als die typischen, billigen Geräusche wie ein einfaches Boing beim Springen etc. Also nix besonderes und eher zweckmäßiges.

Musik:
Die Musik ist recht belanglos und teilweise sogar nervtötend, so dass man sie im Unterbewussten abschaltet, weil man beispielsweise eh mit der Steuerung zu kämpfen hat.

Gameplay:
Wie ich schon einmal anmerkte, hat man bei diesem Spiel das Gefühl, dass das Spiel von gelangweilten Entwicklern schnell zusammengeschustert wurde… eventuell als eine Art Strafarbeit, wer weiß? Denn es ist nicht nur schlimm, dass das Spiel so extrem kurz ist, hier stimmt an sich eigentlich gar nichts. Die schwammige Steuerung sorgt zudem für Frust und erhöht vor allem für Kinder den Schwierigkeitsgrad in dem ansonsten eigentlich einfachem Spiel.

Dauerspaß:
Dauerspaß? Na dann sucht man schön überhaupt etwas Spaß hier! Es macht sicherlich mehr Spaß, das Spielemodul aus dem SNES herauszuholen und dabei das schöne, markante Klacken beim Drücken des Eject-Knopfes und dem darauffolgenden Herausspringen des Moduls aus dem Modulschacht zu hören anstatt dieses Spiel zu zocken.

Fazit:
Man fragt sich hier echt, warum dieses Spiel überhaupt auf den Markt kam, vor allem auch noch nach dem Floppen der Cartoon-Serie. Es ist ein Spiel, dass man getrost liegen lassen kann und dass ich auch für Kinder nicht empfehlen würde. Jedoch ist das Spiel ein Fest für alle, die gerne mal grottenschlechte Spiele zocken möchten oder einfach nur eine masochistische Ader haben!

Grafik: 4
Sound: 2
Musik: 2
Gameplay: 3
Dauerspaß: 1
Gesamtwertung 2.2