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EarthBound

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Reviewautor: wilo
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Genre: Rollenspiel
Größe: 24 MBit
Vertrieben von: Nintendo
Entwickler: Ape Studios
Spieler: 1
Level: 3 Welten, 16 Städte/Orten
Schwierigkeitsgrade: mittel
Features: Batterie

Das Spiel:

Earthbound ist ein Spiel, was leider erst mit seinem Nachfolger 1995 in den USA das erste mal in Erscheinung trat. Zuvor war in Japan unter den Namen Mother auf dem NES der Vorgänger erschienen. Mother 1 (NES) und Mother 2/Earthbound (SNES) sind als eine Art Parodie aufgrund des damaligen grandiosen Erfolges von Dragon Quest, dass im Jahre 1986 das erste mal auf dem Markt kam, entstanden. Da es Shigesato Itoi, dem Macher von Earthbound, überhaupt nicht gefiel wie erfolgreich das System von Dragon Quest war, entschloss er sich seine eigene Kreation zu entwickeln. Dragon Quest war berühmt für viele Monsterkämpfe mit denen man sich stundenlang beschäftigte. Aber nicht nur Dragon Quest sondern allgemein gefiel ihm damals das gesamte Konzept von den Rollenspielen nicht. Sein Anliegen war es vielmehr, die Spieler zu belohnen und mehr ins Spiel einzubeziehen. Wie dem auch sei, Shigesato Itoi hat mit seinem Konzept die kuriosesten und abgedrehtesten Spiele erschaffen, welche trotz aller Parodie mit zu den besten RPG's auf dem SNES gehören.

Die Story beginnt damit, das ihr mitten in der Nacht von einem Meteoriteneinschlag gleich neben eurem Häuschen in den Hügeln über Onett gestört werdet. Natürlich wollt ihr euch mit eurem Charakter namens Ness sogleich auf den Weg machen. Bevor Ihr aus dem Haus gehen könnt, werdet ihr jedoch von eurer Mutter erwischt. Da sie weiß, das sich euch nicht am gehen hindern kann, bittet sie euch wenigstens vernünftige Klamotten anzuziehen und vorsichtig zu sein, anstatt im Pyjama durch den Wald zu stiefeln. Und so beginnt auch schon das Abenteuer von Ness. Die Story wird im Spielverlauf weiter erläutert, aber das wichtigste ist, dass Ihr den Bösewicht Giygas zu fassen bekommt. Von Stadt zu Stadt erfahrt Ihr, welches Chaos er bei seinen Besuchen angerichtet hat.

Earthbound ist ähnlich wie Dragon Quest ein rundenbasiertes RPG - es gibt allerdings keine Zufallskämpfe. Wenn Ihr mit einem Gegner in Kontakt kommt, springt der Kampfbildschirm mitsamt einem funkigen Hintergrund auf. Nun habt Ihr folgende Möglichkeiten: Ihr könnt mit Waffen angreifen, Items einsetzen, PSI-Kräfte benutzen, ein Defensivmanöver vorbereiten oder versuchen vor dem Gegner zu flüchten. Es gibt auch eine Auto Fight-Funktion. Diese ist aber nur am Anfang zu empfehlen. Wenn Ihr keine Lust auf das Kämpfen habt und euch nur zurücklehnen wollt ist der Auto Fight-Button eure Wahl. Im späteren Spielverlauf kann sich dies aber nachteilig auswirken, wenn man nicht manuell eingreifen kann, um z.B. Heilkräfte einzusetzen.

Wenn Ihr einen Kampf gewonnen habt, steigen eure Werte zufällig um bestimmte Werte an. Ihr müsst euch also nicht selber den Kopf darüber zerbrechen, welche Eigenschaft nun gesteigert werden muss. Bei bestimmten Levelstufen kommen auch neue Zaubersprüche hinzu. Übrigens kommen die Gegner nach einiger Zeit wieder, wenn ihr zur selben Stelle zurückkehrt. Sehr erfreulich ist, das bei Erreichen eines bestimmten hohen Levels die Gegner vor euch weglaufen bzw. wenn Ihr trotzdem auf einen Low Level-Gegner trefft, der Sieg automatisch an euch geht.

Die Steuerung ist sehr simpel und somit schnell erlernt. Einzig nervig ist in machen Situationen die Beschränkung der Items pro Spieler auf etwa 14 Stück. Findet man dann beispielsweise einen neuen Gegenstand, so kann man diesen nicht sofort einsetzen, sondern muss erst ins Menü und den bisher ausgerüsteten Gegenstand einem Partymitglied geben oder ablegen. Was hier wiederum lustig ist: Man kann den Pizzaservice von Ness' Schwester anrufen und eine Pizza an fast jeden Ort, wo Ihr gerade seid, liefern lassen. Bei der Gelegenheit können Items zur Verwahrung an den Boten übergeben werden.

Im Menü habt ihr folgende Optionen zur Auswahl: Talk To, Goods, Equip, Check, Status und PSI. Man kann auch innerhalb des Menüs zwischen den Party-Membern wechseln und erspart sich so einiges an Zeit. Außerdem gibt es noch mit der L-Taste einen allgemeinen Button, der entsprechend der Situation das richtige macht - z.B. wenn Ihr vor einer Person steht, redet Ihr sofort mit demjenigen, wenn Ihr die Taste drückt. Die Party besteht neben Ness aus Paula, Jeff und Poo, welche nach und nach im Spiel dazu stoßen und euch begleiten. Jeder von Ihnen hat natürlich auch spezielle Fähigkeiten: der eine kann besser zaubern, der andere hingegen spezielle Waffen benutzen. Den Spielstand kann man jederzeit bei einem Telefon speichern, indem man mit seinem Dad spricht. Dieser teilt einem dann auch sofort mit, wieviel Experience Ihr fürs nächste Level braucht. Am Telefon könnt Ihr auch das Spiel beenden: Wenn Ihr diese Option wählt rät euch euer Dad den Ausschalter am SNES zu betätigen oder den Reset Knopf.

Auf den ersten Blick wirkt die Grafik recht altbacken. Aber schaut man sich näher in der Stadt um, fallen eine Menge Kleinigkeiten auf, die wunderschön an vielen Stellen designed wurden. In den Städten wirken die Farben sehr bunt und passend. In den Fights passiert zwar animationstechnisch nichts weltbewegendes, doch dafür tun die Flash Lights und lustigen Dialoge ihr übriges. Die Entwickler haben sich wirklich Mühe gegeben, auf markante Art und Weise Zeichen zu setzen. Der Sound passt perfekt zum Spiel. Sehr schräg, aber auch atmosphärisch beeindruckend. Die meisten Stücke sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig, passen aber voll und ganz zum Spielkonzept.

Will man alle Leute und Geheimnisse entdecken, so können gut und gerne 60 Stunden vergehen. Der Wiederspielwert ist recht hoch, denn die Parodien und der Humor sind so gut, das man sich daran einfach nicht satt spielen kann und das Game getrost nach drei bis sechs Monaten wieder rauskramen kann.

Bewertung:

FAZIT:
Super! Ein sehr gutes Rollenspiel, was nicht unbedingt jedem gefallen muss. Die Spannweite des Humors reicht von "speziell" bis "Lacher für jedermann". In der damaligen Werbung zu Earthbound wurde das Spiel übrigens eher Erwachsenen - insbesondere Frauen - ans Herz gelegt. Natürlich ist das nicht ernst zu nehmen, nur verstehen einige Inhalte Erwachsene besser als jüngere. Wie auch immer, für RPG-Fans ist es so oder so ein Muss.

Positives:
-Humor
-glaubwürdige Spielwelt mit vielen verschiedenen Orten
-Sound
-Kampfsystem
-aussagekräftige Charakter
-abgedrehte Story

Negatives:
-kein Multiplayer
-teilweise das Kampfsystem

Grafik: 8
Sound: 9
Musik: 9
Gameplay: 7.5
Dauerspaß: 10
Gesamtwertung 8