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Eek! The Cat

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Reviewautor: Ark
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Genre: Jump and Run, Strategie, Andere
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: Ocean
Entwickler: CTA Development
Spieler: 1
Level: 5 Level mit je 3 Abschnitten
Schwierigkeitsgrade: mittel bis schwer
Features: -

Der Hilfsbereite Kater
Eek! The Cat ist ein Spiel, der auf der gleichnamigen Cartoon-Serie basiert. Man spielt hier Eek, den violetten Kater, der ein goldenes Herz zu haben scheint, da das Wohlergehen der anderen bei ihm immer an erster Stelle steht. So versucht er stets anderen zu helfen, gerät dabei aber leider selbst immer in Schwierigkeiten. Ganz in Cartoon-Manier passieren ihm dann die seltsamsten Dinge, so wird er beispielsweise von Abrisskugeln erwischt oder klemmt sich in eine Postsortiermaschine ein.

Augen zu und durch?
Diese Hilfsbereitschaft ist auch das Hauptthema des SNES Spieles. Man steuert Eek und versucht andere vor Gefahren zu schützen. Denn diese möchten einfach nur Spazierengehen (oder schlafwandeln), sehen dabei aber anscheinend all die Gefahren nicht, die auf der Strecke so lauern. Also muss man als Eek dafür sorgen, dass diese unbeschadet das Ende des Levels erreichen. Dazu kann man diese Leute entweder am weitergehen hindern, ihre Laufrichtung ändern oder ihnen einen kleinen Tritt verpassen, der sie hochspringen lässt um höhere Plattformen zu erreichen. Außerdem kann man sich mit beiden Armen an kleinen Abgründen festhalten und somit zu einer kleinen Brücke werden, auf dem die anderen dann laufen können. Darüber hinaus kann man kleinere Gefahren wie Stechmücken ausschalten, in dem man mit seiner Waffe (eine Fischkeule) draufhaut.

Interessant ist, dass man selbst nicht sterben kann. Ganz egal, was passiert, Eek steckt alles ein, was auch durch verschiedene, lustige Animationen angezeigt wird. Man kann von Kokosnüssen getroffen werden, durch Schlangen umhergewirbelt, von fleischfressenden Pflanzen gefressen oder von elektrischen Aalen elektrisiert werden, doch ganz egal, was passiert, es hält einen nur auf anstatt Schaden zuzufügen. Allerdings variiert die Dauer des Betäubt seins je nachdem, wie intensiv die Gefahr war. Das mag sich jetzt nicht so schlimm anhören, aber nachdem man getroffen wurde, kann man eben eine kurze Weile nichts machen und verliert dadurch wertvolle Zeit, seinem Schützling zu helfen, da diese erstens Blind umherlaufen und zweitens von jeder Falle, die einen selbst treffen kann, auch getroffen werden können (oder dadurch Schaden nehmen, wenn sie von zu hohen Stellen herunterfallen). Die Lebensenergie, die man am oberen Bildschirmbereich sieht, ist daher die Energie der Schützlinge, und ist diese aufgebraucht, verliert man ein Leben.

Fummelige Steuerung
Die Steuerung ist etwas fummelig geraten, da sich der Kater etwas hektisch steuern lässt, vor allem beim Springen. Auch scheint die Kollisionsabfrage an manchen stellen fragwürdig zu sein. All dies ist natürlich schlecht, wenn man gewisse Gefahren hintereinander abwehren muss. Dazu kommt, dass man die Leute mit einer bestimmten Geschwindigkeit kicken muss, um diese über größere Abgründe hinweg schleudern zu können. Wenn man auf Grund der Steuerung selbst in eine Falle gerät oder von einer Plattform fällt, dann kann der Schützling nervigerweise ebenfalls herunterfallen, so dass man einen ganzen Abschnitt, in der man sie oder ihn mühselig begleitet hat, erneut angehen.

In jedem Level sind übrigens Hamburger versteckt. Diese muss man alle aufsammeln, wenn man im Bonuslevel landen möchte. Hier flitzt man selbst durch ein Level, welches nur aus Essen besteht (wie Kuchen, Muffins etc.) und muss versuchen, so viel wie möglich zu verdrücken. Je mehr Punkte man am Ende hat, desto mehr Bonusleben verdient man hinterher.

Man spielt in fünf abwechslungsreichen Level (Waldgebiet, eine Science-Fiction Welt, ein Halloween-Thema mit Friedhof und Höhle, ein Stadtgebiet und eine Baustelle). Diese sind grafisch gut gemacht, allerdings steigt die Schwierigkeit merklich mit jedem Level an.

Besonderes:
Eek! The Cat basiert auf dem Amiga-Spiel Sleepwalker, der ein Jahr früher erschien und bei der man einen Hund steuert und einen Jungen beschützen muss, der Spielablauf ist dabei genauso wie bei Eek! The Cat, da das Spielprinzip und Spieldesign mit einigen Veränderungen direkt übernommen wurde, so sind auch die ganzen Level in veränderter Form in Eek! The Cat wiederzufinden.

BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist ziemlich nett ausgefallen und die Cartoongrafik passt daher gut ins Geschehen. Eek hat viele Animationen, sowohl beim Laufen, Beschützen und vor allem durch das Hineintappen in viele Fallen, die dann auch lustig anzusehen sind. Die Level sehen grafisch abwechslungsreich aus.

Sound:
Die Soundeffekte sind okay und nichts Besonderes. Allerdings hört man hin und wieder auch witzige Sprachsamples von Eek.

Musik:
Die Musik ist überraschend schön anzuhören und hat tolle Melodien anstatt einfacher Dudelmusik zu sein, wie man es bei so einem Spiel vielleicht eher erwartet hätte.

Gameplay:
Das Spielprinzip ist witzig, die Umsetzung mit der etwas hektischen Steuerung erschwert dabei das Spiel ein wenig (vor allem für Kinder), so dass man sich wieder fragt, warum solche Spiele keine Passwörter haben.

Dauerspaß:
Das Spiel macht schon Spaß, weil es abwechslungsreiche Level hat und auch witzig aussieht, die etwas schlechte Steuerung und einige frustrierend Stellen können einem aber den Spaß etwas vermiesen.

Fazit:
Eek! The Cat ist ein überdurchschnittlicher Plattformer, der vor allem Kinder ansprechen soll (aber vermutlich zu schwierig für sie ausgefallen ist), der eine schöne Grafik und gute Musik bietet, gameplaymäßig aber einige Schwächen hat. Testen kann man es aber durchaus mal, denn immerhin ist es mal etwas Neues, andere Charaktere zu beschützen anstatt selbst durch die Level zu laufen. Allerdings ist das Spiel sicher nicht für jeden geeignet. Wer es beispielsweise gar nicht mag, auf andere Charaktere in einem Spiel die ganze Zeit aufzupassen, wird dieses Spiel eher hassen!

Grafik: 7
Sound: 7
Musik: 9
Gameplay: 6
Dauerspaß: 5
Gesamtwertung 5.7