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Knights of the Round

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Reviewautor: Webmaster
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Genre: Beat'em Up, Action
Größe: 12 MBit
Vertrieben von: Capcom
Entwickler: Capcom
Spieler: 2
Level: 7
Schwierigkeitsgrade: 3
Features: Continue, 3 Spielfiguren

Das Spiel:

Mit Knights of the Round lädt Capcom nach Spielen wie Super Ghouls'n Ghosts und King of the Dragons wieder mal zu (Arcadelastigen) Ritterspielen ein. Schande über mich, daß ich nicht 100%ig sagen kann, daß das Spiel die Umsetzung eines Arcade-Automaten ist, jedoch ist die Spielhallenherkunft nicht zu übersehen.

Nachdem man einen der drei Charaktere, die sich in Stärke und Schnelligkeit unterscheiden gewählt hat, zieht man auch schon in einem horizontal scrollenden Wald wieder, um den heiligen Gral zu finden.

Vergleichbar ist das Spiel mit King of the Dragons, bis auf den Unterschied, daß der erwähnte Mangel, daß die Waffe geworfen wird ausgemerzt wurde. Jedoch ziehe ich auch hier wieder mal mein gutes altes Master System Golden Axe daher... Im Gegensatz zu diesem Spiel sind in Knights of the Round nämlich keine Combos möglich, bzw. die Schlagfielfalt beschränkt sich auf den Grundschlag, bei dem der Held dann nach mehrmaligem Treffen des Gegners selbst eine Combo durchführt, schlagen in der Luft, das Schwert schwingen, indem man vor und Schlag gleichzeitig drückt, und Schlagen mit anschließendem Sprung. Die zwei letzteren Aktionen können im Kampfgerangel nicht einfach eingesetzt werden, da die Ausführung wirlich exaktes Timing erfordert. Haben die Gegner erst mal angefangen auf den Helden einzuschlagen, ist dieser wie gelähmt, und kann dann nicht einmal den Megacrush-Angriff, bei dem er selbst etwas Energie verliert, aber somit auch alle Gegner zu Boden wirft einsetzen. Soll bedeuten, daß man damit rechnen kann die halbe Energie zu verlieren, wenn den Gegnern ein Angriff gelingt, und man nicht schnell genug reagiert. Besonders wenn mehrere starke Gegner (maximal drei, wahrscheinlich um Slowdowns zu vermeiden, was auch gut gelungen ist.) auf dem Schirm sind muß man aufpassen, da die Gegner nicht gerade dumm sind, und während man mit einem Gegner beschäftigt ist einfach am Helden vorbei rennen, um diesen von hinten anzugreifen. Die Gegnerpallette ist erfreulich groß und abwechslungsreich. Schlägt man die normalen Soldiers, oder Swordsmen recht leicht nieder, sieht das beim Tall Man oder den Sky Walkers schon anders aus. Der Tall Man hat eine große Reichweite, und jede Menge Energie, die Sky Walker sind flink und schwer zu erwischen. Die Endbosse sind meist mit gutem Schlagtiming, oder mit einer Schlag abwehren - Angriff Taktik zu bezwingen.

Wie schon in KotD sind die Punkte auch hier wieder Erfahrungspunkte, und man steigt beim Erreichen einer vorgegebenen Punktzahl in den nächsten Erfahrungslevel auf. Von der steigenden Erfahrung merkt man aber nichts, da die Gegner in den späteren Levels ebenfalls stärker werden. Von daher ist das aufpowern bis auf die Tatsache, daß man bei Aufsteigen in den nächsten Level wieder volle Energie bekommt recht nutzlos, bringt aber doch einen gewissen Reiz mit ins Spiel.

Was bleibt über's Spiel zu sagen. Cooperative Players werden wieder mal ihre helle Freude an diesem Spiel haben. Auch kann der zweite Spieler jederzeit in's 1-Player Spiel einsteigen. Jedoch müssen sich dann auch die Schätze, die Nahrung und die Credits geteilt werden. Ich als Cooperative-Mode-Hasser habe diesen Mode noch nie getestet.

Wie auch immer. Falls sich meine Kritikpunkte oben etwas negativ angehört haben, möchte ich gleich sagen, daß ich von dem Spiel etwas mehr erwartet habe, als es tatsächlich bietet. Somit verstehe ich auch die 70er Wertung von der Video Games... Das Gameplay stimmt, die Grafik ist hervorragend. Nach jedem Level hat die Figur eine andere Rüstung an, die Gegner sind absolut hervorragend gezeichnet, und auch die Hintergründe strahlen nur so von Detailreichtum. In der Musik lassen sich im Gegensatz zu vielen anderen Titeln Musikinstrumente erkennen, und der Sound ist auch vielfältig. Was bleibt dann an Knights of the Round auszusetzen? Spieltiefe!!! Wie schon erwähnt bleiben die Geschicklichkeitstests aus. So vermöbelt man dann eben in unterschiedlichen Szenarien die verschiedenen Gegnerkombinationen.

Bleibt zum Schluß zu sagen, daß Knights of the Round grafisch ein Highlight auf dem SNES ist, spielerisch jedoch etwas öde ist. Trotzdem macht die Mittelalterklopperei ein paar Stunden Spaß. Ich hab so ca. Acht Versuche benötigt um komplett auf Easy durchzukommen, und das ist mit 9 Continues nicht schwer.

Spielmodi, Besonderheiten und Powerups:

Wie schon gesagt kann man auch zu zweit in den Kampf ziehen. Im Optionmenü legt man den Schwierigkeitsgrad fest, belegt die Tastatur bei Nichtgefallen nach seinem Geschmack oder hört sich die Sounds und Musikstücke an.

Verliert man seine zwei Leben stehen insgesamt 9 Continues zur Verfügung. Items gibt's viele... Sammelt man die Pferdestatue, kommt Arthurs Pferd, auf dem er dann reiten kann. Sammelt man eine Kristallkugel sterben alle Gegner im Bild, der Stab Merlins läßt den Helden einen Erfahrungslevel ansteigen, die Ritterstatue gewährt ein zusätzliches Leben. Neben diesen Items gibt's noch diverse Schatzkisten, die sich, wie andere Items auch entweder in Fässern befinden, oder von Gegnern hinterlassen werden. Verschiedene Nahrungsmittel wie ein gegrillter Truthahn oder eine Salatplatte schenken verlorene Lebensenergie zurück.

Grafik: 8
Sound: 7
Musik: 7
Gameplay: 8
Dauerspaß: 7
Gesamtwertung 7