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Top Gear 3000

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Reviewautor: Ark
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Genre: Rennspiel
Größe: 16 MBit
Vertrieben von: Kemco
Entwickler: Gremlin Interactive
Spieler: 1-4
Level: 47 Strecken
Schwierigkeitsgrade: mittel
Features: Man kann die Autos tunen, 4 Spieler möglich

Das Spiel:

Top Gear 3000 ist nun das dritte Top Gear Spiel auf dem SNES. Meistens werden Fortsetzungen von Spielen von vielen dadurch kritisiert, dass sie im Vergleich zu den Vorgängern wenig neues bieten. Allerdings möchte ich hier erwähnen, dass solche Spiele nicht unbedingt schlecht sein müssen.

So auch Top Gear 3000. Es gibt vom Spielprinzip her so gut wie keine Änderung. Noch immer fährt man rennen auf diversen Strecken, noch immer ist das namensgebende Nitro auf einigen Strecken entscheidend für die Platzierung. Allerdings fährt man nun nicht mehr in der Gegenwart, sondern in der Zukunft, und zwar im Jahre 3000. Naja, im Grunde spielt man im Jahre 2962, etwa 5 Jahrhunderte nach dem 17. Weltkrieg welches die meisten kolonisierten Planeten der Milchstraße verwüstete (daher wohl eher Planetenkrieg). Nach dem Krieg wurde ein Galaktisches Konzern der vereinigten Planeten gebildet, welches sehr viel Einfluss auf das Privatleben eines jeden einzelnen hatte. So kontrolliert dieser Konzern z.B. die Unterhaltungsindustrie, indem sie entscheidet, was man machen darf und was nicht. Es wurde also praktisch alles, was spaß macht, entfernt, zensiert, verboten etc...

So kam es natürlich wie es kommen musste. Man gründete das illegale Top Gear 3000 Rennen, welches von gelangweilten Reichen, Banditen, Nervenkitzelsuchenden und weiteren Zwielichtigen Leuten ins Leben gerufen wurde.
Natürlich steht das meiste dieser Story eher im Handbuch drin als dass man das im Spiel mitkriegt. Aber die Story ist hier eh nebensächlich.

Das Fahren steht nämlich im Vordergrund.
Wie in Top Gear 2 hat man auch hier keine echte Fahrzeugwahl wie noch damals in Top Gear 1, wo man aus vier unterschiedlichen Autos eines wählen konnte. Allerdings hat man diverse Tuningmöglichkeiten, doch dazu später mehr.

Das Spiel fängt man auf einen erdähnlichen Planeten an und man ist ganz hinten platziert. Sobald das Rennen beginnt muss man versuchen, die Strecke, die aus mehreren Runden bestehen kann, in möglichst vorderen Plätzen zu beenden, ansonsten wird man disqualifiziert (wenn man nicht unter den ersten 9 ist) und kommt nicht in die nächste Runde. Außerdem bekommt man umso mehr Geld, je besser man ist. Nach dem Rennen wird man per Raumschiff auf einen anderen Planeten oder Sternensystem geflogen und das ganze beginnt von vorn. Da man hier auf verschiedenen Planeten spielt sieht man natürlich viele verschiedene Hintergründe oder Streckendesigns. Schön sind auch diverse Streckeneffekte wie zum Beispiel Nebel mit wenig Sicht, Abend- oder Nachtambiente oder schneebedeckten Landschaften.

Vor jedem Rennen kann man seinen Wagen tunen, natürlich sofern das Geld dafür reicht. Deswegen sollte man versuchen, möglichst der erste zu sein, damit man das meiste Preisgeld bekommt. Alle Upgrades (außer Farben) kosten Geld. Ein billiger Motor beispielsweise bringt nur in den ersten paar Rennen etwas, allerdings gehört es schon schnell zum alten Eisen. Wartet man lieber und spart das Geld, kann man sich bessere Motoren leisten. Allerdings sollte man auch nicht zu lange warten, da die gegnerischen Fahrzeuge auch von Zeit zu Zeit upgraden und sich später kaum noch überholen lassen.

Tunen lassen sich der Motor, das Getriebe, die Reifen, die Panzerung (je mehr Schaden man hat, desto langsamer fährt man), Nitro und weitere Sachen.
Eine nette Sache ist, dass von Zeit zu Zeit sogar neue Innovationen dazukommen, die gerade neu erfunden worden sind, wie zum Beispiel ein Nuklear(!) Motor, der besser als die vorhandenen Elektromotoren sind. Später gibt es auch weitere Upgrades wie das Springen, um auf der Strecke über die anderen Autos hinweg springen oder Extra aus der Luft sammeln zu können.
So wird das eigenen Auto im Laufe des Spieles immer besser.

Übrigens ist das Tanksystem nun anders. Man muss nicht mehr in die Boxengasse fahren um zu tanken. Stattdessen fährt man über rote Energiefelder auf der Strecke und sollte sich hier überlegen, ob man einfach drüberfährt und ein wenig tankt oder langsamer wird bzw. sogar ganz stoppt, um voll aufzutanken. Denn in einigen Strecken ist dieser Streifen nur ganz kurz, so dass man plötzlich ohne Energie dasteht. Daneben gibt es blaue Streifen, die den Schaden wieder reparieren, schließlich fährt man umso schneller, je besser der Zustand des Wagens ist.

Eine Besonderheit ist der Multiplayermodus. Neben der Zweispielermöglichkeit kann man das Spiel auch mit bis zu vier Spielern spielen, allerdings spielt man hier dann nur in einem Duellmodus, wo man aus verschiedenen Fahrzeugkombinationen eines wählen kann. Zu viert kann man nicht die Story spielen, und somit auch nicht tunen.

Übrigens hängt die Anzahl der zu fahrenden Strecken vom Schwierigkeitsgrad ab. Auf Easy fährt man auf insgesamt 25 Strecken, auf Medium 34 und auf Hard alle 47 Strecken. Außerdem gibt es auf Hard mehr Tuningmöglichkeiten, da das Spiel auch insgesamt viel schwerer ist.

Besonderheiten:
Das Speichersystem besteht aus einem Passwortsystem. Zur besseren Übersicht werden hier Buchstaben und Zahlen sogar verschiedenfarbig angezeigt.

Je nach Schwierigkeitsgrad fährt man eine bestimmte Anzahl an Strecken. Nur auf Hard kann man alle 47 Strecken sehen.

Bewertung:

Grafik:
Die Grafik ist allgemein ganz gut. Die Strecken sehen toll aus, auch wenn hier keine Besserung gegenüber Top Gear 2 besteht, um ehrlich zu sein sieht Top Gear 2 sogar einen Tick besser aus. Die Autos wirken außerdem ein wenig zu flach wie platt gedrückt

Sound:
Die Soundeffekte sind in Ordnung, vor allem die Motorengeräusche gefallen, da sie je nach Upgrade anders klingen (also man hört die Leistung des Motors).

Musik:
Die Titelmelodie fängt super an, und die Musik im Spiel hört sich auch nicht schlecht an. Leider gibt es wie in den Vorgängerspielen nur 4 verschiedene Stücke während der Rennen zu hören. Im Vergleich zu den Vorgängern ist der Soundtrack aber schlechter geworden.

Gameplay:
Vom Gameplay her hat sich nicht viel geändert. Man kann aber nun springen und tankt direkt auf der Strecke vom Fahren aus (und repariert auch auf diese Weise). Allerdings ist das Spiel später im mittleren Schwierigkeitsgrad schon recht schwer, da die Gegner zu schnell upgraden und das ganze somit ein wenig Unfair wird. Frustrierend ist aber, dass man im Grunde gar nicht schlecht platziert sein kann. Denn wenn man denkt, dass man eine Strecke, die man nicht so gut fahren kann, mit 20ter beenden und somit die Strecke hinter sich bringen kann, dann irrt man sich. Sobald einige der KI-Fahrer das Ziel überquert haben und man noch weiter von der Ziellinie entfernt ist, wird das Rennen automatisch abgebrochen, auch wenn man 14ter, 15ter etc.. ist. Somit kommt man nicht weiter und das Spiel ist vorbei, selbst wenn man alle vorherigen Strecken erstplatziert gewesen ist. .

Dauerspaß:
Top Gear macht nach wie vor spaß, egal ob man alleine oder zu zweit (viert) spielt

Fazit:
Auch dieses Top Gear Spiel macht viel spaß, sofern man sich an dem futuristischen Setting nicht stört, denn das Spielprinzip ist gleich geblieben. Während Top Gear 1 noch keinerlei Tuningmöglichkeiten bot, spielt sich dieses hier wie Top Gear 2. Und da beide (oder eben alle drei) Spiele gute Rennspiele auf dem SNES sind, bleibt es einem selbst überlassen, für welchen Titel man sich entscheidet. Ich persönlich empfehle alle drei. Nur Soundtrackmäßig klingt der erste Teil noch immer am besten.

Grafik: 7
Sound: 8
Musik: 7
Gameplay: 8
Dauerspaß: 8
Gesamtwertung 7.6