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Jelly Boy

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Autor Ark
Genre Jump and Run, Andere
Größe 8 Mbit
Publisher Ocean Software
Entwickler Probe Entertainment
Spieler 2
Level 48
Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer
Features Passwörter
Was ist Jelly Boy? Ich kenne nur Jelly Beans!
Jaa… diese Frage könnten sich viele gestellt haben, die mal von Jelly Boy gehört haben. Laut Internet gehört Jelly Boy zu den eher unbekannteren SNES Spielen und auch ich hätte nie etwas davon gehört, hätte ich es als Teenager damals nicht in einer Videothek entdeckt.

Jelly Boy ist ein Plattformer, bei der es darum geht, ein Wackelpudding-artiges Wesen in den obersten Stockwerk eines Hauses zu bringen. Um das zu tun, müssen alle sechs Türen im Haus geschafft werden, die jeweils eine eigene Welt mit je acht Level beinhalten. In allen Leveln muss immer ein Puzzleteil gefunden werden, damit man zum Boss der jeweiligen Welt gelangen kann. Außerdem muss in jeder Welt auch ein Schlüssel gefunden werden, damit man nach dem Boss die Tür zur nächsten Welt öffnen kann. Außerdem werden alle Schlüssel am Ende dafür verwendet, um den Aufzug aufzuschließen, der einem dann zum Dach und damit zum Ende des Spieles bringt.

Viele Welten
Es gibt wie gesagt sechs Welten, welche ziemlich abwechslungsreich ausgefallen sind. Man beginnt in einer Spielzeugwelt und spielt dann weiter in einer Schneewelt, einem Marsähnlichen Planeten, einem Dschungel, einer orientalischen Wüste (wo man auch mal auf fliegenden Teppichen reiten kann) und schließlich in einer Himmel-/Wolkenwelt. Die Level sind zwar nicht besonders lang, aber dafür großflächig angelegt worden, da man nicht nur links oder rechts gehen kann, sondern auch sehr weit nach oben, wie in vielen Plattformern zur damaligen Zeit üblich. Dadurch kann man manchmal die Orientierung verlieren, wodurch man das Gefühl bekommen kann, dass man endlos in einem Level herumirrt, vor allem, wenn man dazu noch Schalter zum Öffnen von Türen oder Beseitigung von Hindernissen betätigen muss oder auch immer wieder mal von irgendwo herunterfällt.
Als besondere Herausforderung muss man wie eben erwähnt in jedem Level einen Puzzleteil finden. Schafft man das nicht, kann man das Level so lange wiederholen, bis man es gefunden hat. Das Gute dabei ist, dass man jedes abgeschlossene Level mit Pause und Select-Button direkt wieder verlassen kann, wenn man beispielsweise das Puzzlestück gefunden hat.

Sammelsurium
Wie es sich für einen ordentlichen Plattformer gehört, gibt es auch so einiges zum Sammeln. Da gibt es diverse Früchte, von denen einige wie Kirschen Punkte geben und wo man alle 100 aufgesammelten Früchte ein Extraleben bekommt. Dann gibt es Früchte wie Zitronen und Orangen, die das Zeitlimit des Levels erhöhen, was manchmal notwendig ist, da in ein einigen wenigen Level die vorgegebene Zeit recht kurz ist. Andere Früchte wiederum wie Avocados machen einen kurzfristig unbesiegbar. Am interessantesten jedoch sind die vielen Verwandlungsmöglichkeiten, die in roten Fragezeichenblöcken zu finden sind.

Morphing!
Ein Haupt-Feature des Spiels ist es, dass man sich in viele verschiedene Dinge bzw. Objekte verwandeln kann, welche auch benötigt werden, um weiterzukommen. Man kann sich beispielsweise in einen Ballon verwandeln und damit hoch gelegene Stellen erreichen. Man kann sich in ein Boot verwandeln um über weite Wasserabschnitte zu kommen. Manchmal wird man zu einem Bunsenbrenner, um Eisblöcke wegschmelzen zu können, oder man wird zu einer Kanone, um bestimmte Gegner zu erledigen, die mit dem Standardangriff unbesiegbar sind. Manchmal hat man Skier oder Schlittschuhe, um schneller über Schnee und Eis voranzukommen um somit noch weitere Sprünge machen zu können. All diese Verwandlungen sind allerdings von kurzer Dauer, doch man kann das jeweilige Item immer wieder aufsammeln, da es immer wieder auftaucht. Sollte man übrigens einen Gegner berühren, dann wird man zurück zum normalen Jelly Boy verwandelt, es sei denn, man kann den Gegner mit einer bestimmten Verwandlung wie Helikopter angreifen.
Witzig ist übrigens, wenn man sich duckt. Dann kann man sich zwar nicht bewegen, aber man verwandelt sich dabei in eine Ente (was ja auf englisch duck heißt, also das selbe Wort wie für‘s ducken!)

Die Gegner in den Leveln sind meistens kein Problem, da die meisten sich mit einem Faustschlag (der aus dem Bauch von Jelly Boy kommt) aus dem Weg räumen lassen. Diese lassen Musiknoten fallen, die ein Extraleben geben, sollte man 100 davon sammeln. Außerdem stellen sie auch die Lebensenergie dar. Hat man wenigstens eine Musiknote, dann stirbt man nicht bei einem Treffer. Dumm ist nur, dass man immer alle vorhandenen Musiknoten verliert, wenn man einmal getroffen wird. Dennoch kommt man einigermaßen leicht durch die Gegner. Der Levelaufbau ist da zusammen mit der leicht schwammigen Steuerung schon eher ein Problem. Mit ein wenig Übung lässt sich das Spiel zwar gut steuern, aber es ist halt nie perfekt und man hat das Gefühl, als ob es einen ganz leichten Input Lag gäbe, so dass die Spielfigur minimal verzögert auf ein Befehl reagiert. Das Spiel fängt im Grunde einfach an, aber die späteren Abschnitte sind schon wesentlich heftiger ausgefallen.

Zweispieler?
Man kann im Titelbildschirm den Zweispielermodus auswählen. Allerdings spielen dann die Spieler abwechseln das ganz normale Spiel. Wenn einer stirbt, ist der andere dran. Wenn der andere Spieler wenigstens eine andere Farbe hätte, wäre das noch okay, aber so ist es ein völlig nutzloser Modus.

Besonderes:
Das Spiel hat wegen seines großen Umfangs Passwörter.
Außerdem ist es eines der wenigen Spiele, das nur in Europa und nie in den USA erschienen ist.

BEWERTUNG

Grafik:
An sich wirkt die Grafik ein wenig altbacken und langweilig, vor allem was die Level angeht. Aber Jelly Boy selbst hat trotz seines simplen Aussehens extrem viele Animationen, Gesichtsausdrücke und Verwandlungen zu bieten, dass ich mir kaum vorstellen möchte, wie lange es wohl gedauert hat, all diese Animationen zu zeichnen. Jedenfalls ist es recht nett gemacht.

Sound:
Der Sound ist okay, es gibt comicartige Töne zu hören, die jetzt nichts besonderes sind, aber wenigstens nicht allzu dumpf klingen.

Musik:
Die Musik ist überraschend gut, so dass man hier kein langweiliges Gedudel hört, ganz im Gegenteil, einige Welten haben echt tolle Musik zu bieten. Die Melodie aus der Eis-Welt könnte direkt aus einem Weihnachtsfilm stammen; bei der Wüste hört man arabisch klingende Stücke und die Stücke aus der Dschungel-Welt lassen einen an Pitfall auf dem SNES denken.

Gameplay:
Das Gameplay ist ein wenig zweischneidig. Einerseits ist es ein simples Spiel, anderseits gibt es auch recht schwierige Passagen und damit viele Trial & Error Momente, vor allem die letzten Welten sind deutlich schwieriger zu spielen. Die Steuerung hätte etwas besser sein können, da Jelly Boy sich gerade noch gut steuern lässt, aber alles in allem einem manchmal dennoch ein wenig hakelig und grob vorkommt.

Dauerspaß:
Es gibt 48 Level in sechs verschiedenen Welten, die thematisch viel Abwechslung bieten. Sicher, vieles spielt sich ähnlich, aber da die meisten Plattform-Spiele damals allesamt ähnlich aufgebaut waren, geht das noch in Ordnung. Wenn man sich mit dem Spielprinzip anfreunden kann, dann hat man eine Weile lang zu tun. Und zum Glück gibt es Passwörter, so dass man nicht alles am Stück durchspielen muss.

Fazit:
Jelly Boy muss man nicht gespielt haben, aber es ist ein überdurchschnittlich gut ausgefallener Plattformer mit einigen Schwächen, mäßiger Grafik, aber dafür tollen Charakteranimationen und sehr guter Musik.

Wertung

Grafik 6
Sound 7
Musik 9
Gameplay 6
Dauerspaß 7
Gesamtwertung 6.9