Ms. Pac-Man
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Info
| Forumdiskussion | Hier klicken |
| Autor | Ark |
| Genre | Andere |
| Größe | 2 MBit |
| Publisher | Williams / THW |
| Entwickler | Tengen / Digital Eclipse |
| Spieler | 1-2 |
| Level | 32 |
| Schwierigkeitsgrad | einfach bis mittel |
| Features | - |
Ms. Pac-Man ist zwar der Nachfolger von Pac-Man, aber an sich ist es beinahe dasselbe Spiel, nur mit einigen kleineren Änderungen. Aber für alle (vor allem jüngere Leser und Zocker), die Pac-Man nicht kennen: Worum geht es eigentlich?
Ein Labyrinth voller Pac-Dots
Pac-Man muss in einem Labyrinth alle Punkte (die sogenannten Pac-Dots) fressen, um weiterkommen zu können. Dabei sieht man das Labyrinth von oben, es ist also ein reines, einfaches 2D-Spiel. Im Labyrinth gibt es aber auch vier Geister, die einen die ganze Zeit über jagen, und wird man von ihnen berührt, verliert man ein Leben. Allerdings gibt es auf dem Spielfeld auch vier leuchtende, größere Punkte, die sogenannten Kraftpillen, womit man für eine kurze Zeit die Geister fressen kann, die allerdings danach sofort von der Mitte des Labyrinths wieder auftauchen. Ein richtiges Spielziel gibt es nicht, da gerade diese früheren Spiele fast nur darauf ausgelegt waren, möglichst viele Punkte zu erreichen. Es waren also High-Score Spiele, weswegen man bei einem Game Over oftmals auch seine Initialen eintragen und speichern konnte. Dadurch konnte auch jeder sehen, wer an den oberen Plätzen stand, was der Reiz von solchen Spielen war, da jeder natürlich auf den oberen Plätzen landen und High Scores knacken wollte. Und genau dieses Spielprinzip wurde fast unverändert ins nächste Spiel übertragen und dabei Pac-Man durch Ms. Pac-Man ersetzt.
Kleine, feine Unterschiede
Es gibt natürlich ein paar Neuerungen bzw. Unterschiede zum Original Pac-Man. Das offensichtlichste sind die Labyrinthe. Während man bei Pac-Man stets dasselbe Labyrinth spielt, dabei aber die Geister mit steigendem Level immer schneller werden und damit die Level immer schwieriger abzuschließen sind, so spielt man hier in vier unterschiedlichen Labyrinthen, dessen Farben sich auch verändern. Je nach Spielmodus können die Labyrinthe leicht unterschiedlich aussehen, je nachdem, ob man in den Einstellungen Arcade, Mini, Big oder Strange als Labyrinth-Vorlage wählt. Bei Mini spielt man auf kleineren, simpleren Labyrinthen und bei Strange sind die Labyrinthe etwas ungewöhnlicher geformt. Größere Labyrinthe werden zudem nicht komplett auf dem ganzen Bildschirm dargestellt, sondern scrollen bei Bedarf nach oben oder unten.
Man kann nun zudem die Geister-Schwierigkeit einstellen, die sich bei steigender Schwierigkeit schneller bewegen und sich klüger verhalten.
Neben den neuen Labyrinthen hört man auch verbesserte Soundeffekte, weil das Ganze nun auf einem 16-Bit System spielt. Leider aber gibt es außer ein paar Start-Fanfaren keine richtige Spielmusik während des Spielens, was das Spielen damit etwas öder gestaltet.
Außerdem gibt als eine weitere, kleine Neuerung ein Boost-System, den man vor Spielbeginn einschalten kann, mit der man sich entweder ständig oder nur auf Knopfdruck mit deutlich höherer Geschwindigkeit bewegen kann. Dies erleichtert das Spiel ungemein und könnte fast schon als Cheat gelten.
Zwei-Spieler Modus
Das Spiel hat auch drei unterschiedliche Zweispieler-Modi:
Da wäre einmal das klassische „Der Reihe nach“ Spielmodus, wo die Spieler sich beim Bildschirmtod abwechseln.
Dann gibt es den Kompetitiven Modus, wo beide Spieler gleichzeitig auf dem Spielfeld sind und versuchen müssen, die höhere Punktezahl zu erreichen. Beim fressen einer Kraftpille kann zudem nur derjenige, der diese Pille gefressen hat, die Geister fressen. Währenddessen schaut die Spielfigur des anderen Spielers daraufhin traurig und unglücklich.
Und es gibt den Kooperativen Modus, wo ebenfalls beide Spieler auf dem Spielfeld gleichzeitig spielen. Hier werden die von beiden Spielern erzielten Punkte zu einer Punktzahl zusammenaddiert, außerdem können beide Spieler Geister fressen, sobald einer von ihnen eine Kraftpille frisst.
Begrenzte Anzahl an Level und ein Mini-Theater
Alle Heimkonsolen Versionen (also NES, SNES, Sega Mega Drive etc.) haben „nur“ 32 Level, man kann also nicht wie bei den Automatenversionen bis Level 256 spielen (wobei das letzte Level 256 verbuggt ist und das Spiel daraufhin abstürzt). Dafür gibt es auf den Konsolen ein paar Mini-Zwischensequenzen zu sehen. Auf diesen sieht man Pac-Man mit Ms. Pac-Man, was das Geschehen auflockert und auf diese Weise auch eine kleine Geschichte erzählt. Nach Abschluss des 32. Levels sieht man die letzte Zwischensequenz bzw. das Abschlussbild.
Und das war’s auch schon mit diesem Spiel. Es ist also, bis auf einige Neuerungen, fast zu 90% dasselbe, bekannte Pac-Man Spiel. Man muss allerdings sagen, dass das Spiel sehr sauber programmiert worden zu sein scheint und kaum Bugs auftreten. Und wegen den kleineren Verbesserungen bzw. Neuerungen ist es somit eines der besten Pac-Man Versionen überhaupt und macht auch wesentlich mehr Spaß als das Original Pac-Man. Dennoch ist es auf Grund der recht simplen Spielweise sicher nicht so viel Wert wie ein vollwertiges SNES Spiel, dennoch erschien es 1996 zum Vollpreis eines durchschnittlichen SNES Titels in den USA, also etwa für 49,99 – 59,99 Dollar. Das Spiel wäre zumindest mir zu diesem Preis nicht wert gewesen, das Preis-Leistungsverhältnis ist hier also nicht gerade gut.
Besonderes:
Man kann eine emulierte Ms. Pac-Man Arcade Version in dem SNES-Spiel „Pac-Man 2: The New Adventures“ spielen.
Im Gegensatz zur Arcadeversion spielt man hier nur 32 Level.
BEWERTUNG
Grafik:
Von einem Pac-Man Spiel kann man nicht viel erwarten, es sieht zumindest besser als die NES Version aus. Aber es ist nicht gerade etwas, was man als „16 Bit Grafikpracht“ bezeichnen könnte.
Sound:
Der Sound ist zweckmäßig und kommt immerhin an die Automatenversion ran. Für das Spiel reicht es aus.
Musik:
Außer ein paar kleineren Fanfaren gibt es im Spiel leider keinerlei Musik. Das ist sehr schade, da sich das Spiel somit wesentlich langweiliger spielt.
Gameplay:
Die Steuerung ist einfach, genauso wie das Spielprinzip, was ja nichts anderes ist als eine simple Highscore-Jagd. Auf einer 16-Bit Konsole, überhaupt aber auf einer Konsole, hätte man viel mehr machen können. So wird außer ein paar Labyrinthen mit leicht veränderten Layouts nicht sehr viel geboten. Es wird dadurch recht viel Potential verschenkt.
Dauerspaß:
Wie oben bereits geschrieben wird im Spiel selbst nicht viel geboten, auch wenn die Labyrinthe ein leicht verändertes Aussehen haben und alle paar Level die Farbe der Labyrinthe sich ändert. Ein paar schönere Hintergründe, vielleicht neue Gegner oder sonstige kleine Neuerungen wären toll gewesen. Darüber hinaus ist nach 32 Level Schluss, man kann also nicht einmal versuchen, seinen eigenen Rekord zu überbieten und so weit wie möglich zu kommen. Daher wird man das Spiel nicht allzu oft spielen.
Fazit:
Es mag sein, dass Ms. Pac-Man auf dem SNES eines der besten Ms. Pac-Man Umsetzungen ist, aber als Konsolenspiel an sich bietet es einfach viel zu wenig. Man hätte neben der einfachen Umsetzung ein paar nette Details wie bessere Hintergründe etc. bieten können (oder man hätte gleich weitere Ableger der Reihe mit auf das Modul packen können), aber leider blieb es bei einem einfachen, aber wenigstens gut gemachten Automaten-Port, jedoch mit der Beschränkung auf 32 Level.
Wertung
| Grafik | 3 |
| Sound | 4 |
| Musik | 3 |
| Gameplay | 6 |
| Dauerspaß | 4 |
| Gesamtwertung | 6.0 |