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WildSnake

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Autor Ark
Genre Puzzle
Größe 4 MBit
Publisher Spectrum Holobyte
Entwickler Manley & Associates
Spieler 1-2
Level 9 beim Challenge-Modus
Schwierigkeitsgrad einfach bis mittel
Features -
Alexey Pajitnov sollte jedem ein Begriff sein, und selbst wenn nicht, dann kennt man auf jeden Fall das Spiel, dass er kreiert hat: Tetris! Jetzt kommt ein weiteres Spiel von ihm, naja, das stimmt allerdings so nicht ganz. Das Gesicht von Alexey Pajitnov mag zwar auf dem Cover von WildSnake sein (ja, der Titel wird tatsächlich ohne Leerzeichen geschrieben), aber der Tetris-Entwickler hat nicht viel mit dem Spiel zu tun…

Was sind die wilden Schlangen?
WildSnake ist ein Puzzlespiel, dass vom Prinzip her wie Tetris abläuft, weswegen man zu Marketingzwecken auch Alexey Pajitnov auf dem Cover benutzt hat. Auf einer „Tetris“-Fläche fallen Schlangen in verschiedenen Längen und Farben herunter, bei denen man Schlangen mit derselben Farbe zusammenbringen muss, damit diese sich auflösen. Eine Besonderheit ist, dass die Schlangen sich auf dem Boden solange weiterbewegen, bis sie ein Hindernis, das heißt entweder die Wand der Spielfläche oder eine andere Schlange, berühren und dann stoppen, so dass danach die nächste Schlange von oben fällt. Sehr selten kommt auch mal eine bunt blinkende Schlange, die wie ein Joker wirkt und man damit eine beliebige Farbgruppe aus dem Spielfeld entfernen kann. Sobald eine Schlange aufgelöst wird, bewegen sich die anderen Schlangen soweit möglich wieder weiter.

Verschiedene Spielfelder

Es gibt, anders als beim Tetris, sieben verschiedene Arten von Spielflächen. Es ist also nicht immer das bekannte rechteckige Spielfeld zu sehen, sondern man kann in den Optionen auch andere Formen einstellen, wie eine T-Form, Kreuz-Form, eine Sanduhr-artige Form oder eine Spielfläche mit unzerstörbaren Hindernissen darin. Dazu gibt es vier verschiedene Hintergründe zur Auswahl. Schade ist, dass man eine gewählte Spielfläche solange spielt, bis man Game Over wird. Es ist also nicht so, dass alle paar Level sich die Spielfläche ändern würde, was durchaus mehr Abwechslung ins Spiel gebracht hätte. Außer man spielt den Challenge Modus, dass sich hier King Cobra nennt. Dann sieht der Hintergrund und auch die Spielfläche in jedem der neun Level anders aus.

Wenig Abwechslung
Überhaupt hat das Spiel sehr wenig zu bieten. Wie erwähnt spielt man auf einen von sieben Spielfeldern und einem von vier verschiedenen Hintergründen (welche immerhin ihre eigene Hintergrundmusik haben). Man spielt solange weiter, bis man Game Over wird, es ist also ein High Score Spiel, das kein richtiges Spielziel hat.

Die einzige Abwechslung, die man noch hat, ist der vorhin erwähnte King Cobra – Modus, wo einem in jedem der neun Level eine Aufgabe als Herausforderung gestellt wird und welche mit jedem Level schwieriger wird. Im Grunde muss man hier eine bestimmte Anzahl von Schlangen auflösen, um weiterzukommen. Dies geschieht allerdings unter Zeitdruck, die bei späteren Level immer knapper wird. Zudem kommen auch Hindernisse wie Schlangeneier vor, die nur mit der jeweils richtigen Schlangenfarbe aufgelöst werden können.

Keine Zwischensequenzen
Leider aber gibt es nach Abschluss dieser Herausforderungen keine Abschluss-Sequenz zu sehen. Bei Tetris auf dem GameBoy (und später auch in der SNES-Umsetzung) konnte man hier je nach Schwierigkeitsgrad als Belohnung eine kleine Abspann-Sequenz sehen (von musizierenden Menschen bis zum Start einer Weltraumrakete). Bei WildSnake dagegen gibt es gar nichts, weder im Unendlichkeits-Modus noch bei den Herausforderungen. Man spielt und spielt und ist man Game Over, kommt man einfach zurück zum Titelbildschirm. Gut, beim Abschluss der letzten Herausforderung (nach Level 9) gibt es das übliche „Congratulations“-Bildschirm, gefolgt von den Credits, allerdings alles ohne Bilder, nur mit langweiligem Text.

Das Spiel wirkt so etwas unfertig bzw. lieblos, so dass einem nach einer Weile, vor allem aber nachdem man alle Spielfelder einmal gesehen hat, allmählich langweilig wird und man nicht einmal richtig Lust auf die ganzen Herausforderungen (Challenges) hat.

Da hilft auch der Zweispielermodus nicht, bei der man auch hier Schlangen mit derselben Farbe zusammenbringen muss und beim Auflösen von Schlangen der andere Spiele Hindernisse auf sein Spielfeld bekommt.

Besonderes:
Das Spiel gibt es auch auf dem GameBoy. Versionen für Sega Game Gear und dem Mega Drive waren ebenfalls geplant, wurden aber nie umgesetzt.


BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist okay. Es gibt zwar schönere Spiele, aber für ein Puzzlespiel reicht die Grafik aus. Die Schlangen sind in ihren unterschiedlichen Farben und Mustern gut erkennbar und die Hintergründe sind nett gemacht. Die Grafik könnte aber dennoch etwas schöner aussehen.

Sound:
Es gibt nicht besonders viele Soundeffekte und die wenigen, die man hört, sind eher ganz normale Standard-Soundeffekte.

Musik:
Die Musik ist überdurchschnittlich ausgefallen. Es gibt ein oder zwei gute Stücke, die anderen sind dagegen wiederum eher belanglos.

Gameplay:
Auch wenn einige das Spiel wegen Alexey Pajitnov auf dem Cover mit Tetris vergleichen, spielt sich dieses Spiel doch eher anders. Es ist mal etwas anderes, auch für ein Puzzlespiel im vergleichbaren Genre, lässt sich gut steuern, hat aber leider allgemein wenig zu bieten.

Dauerspaß:
Da das Spiel nicht besonders viele Modi bietet und auch keine Zwischensequenzen oder wenigstens Einzelbilder nach Abschluss von Level bietet, wird das Spiel eher schneller langweilig, als einem lieb ist. Sicher, man kann das Spiel hin und wieder in den SNES einlegen, vor allem weil das Spiel anders als Tetris ist, aber lange hält es einen nicht bei der Stange, auch nicht zu zweit.

Fazit:
WildSnake ist ein nett gemachtes Puzzlespiel, dass zwar nicht wie Tetris, aber etwas ähnlich spielt, doch leider am Ende viel zu wenig zu bieten hat, um lange zu fesseln. Man kann es aber kurz für zwischendurch mal zocken.

Wertung

Grafik 6
Sound 5
Musik 6
Gameplay 6
Dauerspaß 6
Gesamtwertung 6.0