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Ys III Wanderers from Ys

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Reviewautor: Horst_Sergio
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Genre: Rollenspiel, Adventure, Action
Größe: 8 MBit
Vertrieben von: American Sammy
Entwickler: Advance Communication Company
Spieler: 1
Level: 6 Areale á diverse Stages
Schwierigkeitsgrade: 1 eher mittel
Features: Batterie

Wo wandern sie denn?

Wieder eines dieser Games aus der Reihe: Kenn ich nicht, noch nie gehört. Einerseits zu Unrecht, denn Ys III ist ein durchaus kurzweiliges Action-RPG. Andererseits als eher rare Perle auch wenig verwunderlich. Ys III (Ys wird in diesem Falle übrigens Thorns ausgesprochen - angeblich zumindest) wurde von Advance Communication Company entwickelt und erschien in Japan auf verschiedensten Systemen. Die ersten Teile der Reihe gabs bereits auf dem NES. Daher rührt dann auch die grafische und spielerische Aufmachung des dritten Serientitels, die deutlich an 8-MBit Klassiker wie Faxanadu oder Battle Of Olympus angelehnt ist und im 16-MBit Zeitalter vielleicht ein wenig betagt wirkt. Während sich die Reihe in Japan reger Beliebtheit erfreute und noch einige Fortsetzungen fand, blieb Ys III generell der einzige Exportschlager. Natürlich nicht auf europäischem Boden, Ys III wurde lediglich in den Vereinigten Staaten veröffentlicht.

Dogi und sein Kumpel Adol reisen seit einiger Zeit gemeinsam durch die Lande. Die Weissagung einer Hellseherin führt die beiden Freunde nach Redmond, Dogis Heimatstadt. Dort soll in naher Zukunft ein verheerendes Unglück geschehen. Ein uralter dämonischer Krieger soll zum Leben wiedererweckt werden und die ganze Welt ins Chaos stürzen. Zum Glück ist Adol aber ein sehr geschickter Kämpfer und so ziehen die Beiden los, um die Sache zu ergründen. Das nett inszenierte Intro macht schon was her. Danach beginnt der RPG-Alltag, allerdings mit einigen Nebeneffekten, die nicht immer an der Tagesordnung sind.

Während Dogi in der Stadt bleibt, bahnt sich Adol seinen Weg durch eine verhältnismäßig überschauliche Anzahl eher kurzer Areale. Das Spiel findet in strikter Seitenansicht statt, das Leveldesign ist somit eher auf actionlastige Jump & Run Kost aus, anstatt auf Rätseleinlagen zu setzen. Tatsächlich gilt es, die einzelnen Gebiete ausgiebig zu wiederholen, um möglichst viele Gegner zu plätten und damit wiederum Gold und Erfahrungspunkte für neue Ausrüstungsgegenstände zu sammeln. Beides benötigt man definitiv, denn erscheinen die kleinen Actionstages noch relativ einfach, so haben es die Bossfights gehörig in sich. Dieses ausgiebige Skillen muss man mögen. Die Jump & Run Abschnitte sind von der Bedienung her gut spielbar, haben aber mechanisch bedingt eine Schattenseite: Die Handhabung der Items und den Einsatz magischer Ringe kennen Insider bereits aus Lagoon. Damit einher geht der eher negative Aspekt, dass man Powerups und Heilmittel jeweils nur einmal mit sich rumschleppen darf. Man ist also unentwegt gezwungen, das Schlachtfeld in Richtung Stadt zu verlassen und sich mit neuen Heilkräutern einzudecken. Das streckt die ohnehin schon eher kurze Spielzeit unnötig. Trotz allem ist Ys III ein durchaus spaßiges Spiel, da alles einwandfrei funktioniert, obwohl das Spiel keine technische Offenbarung ist. Tatsache ist jedoch, dass die Spielwelt ein wenig umfangreicher sein könnte. Die Geschichte nebenher ist immerhin nett aufgezogen und die Sorgen der Bevölkerung von Redmond sind gut mit dem aufbegehrenden Übel verwoben. Wenn man alles richtig macht und ordentlich levelt, dann ist man jedoch bereits nach etwa sechs Stunden mit dem Thema durch - vorausgesetzt, die letzten Bosse rauben einem nicht den letzten Nerv.


BEWERTUNG

Grafik:
Technisch kein großer Hingucker. Das Intro ist toll inszeniert und zieht in den Bann. Die Sprites im Spiel wirken somit auch später herzig, sind jedoch sparsam animiert. Die Hintergründe sind gut gezeichnet, jedoch farb- und teils kontrastarm.

Sound:
Zweckmäßige, allerdings spärlich eingesetzte Effekte.

Musik:
Die Themes sind meist kurz und bündig, aber stilistisch sehr abwechslungsreich und haben teilweise echt Ohrwurmcharakter.

Gameplay:
Das Spielprinzip ist reine Geschmackssache: Die Handhabung an sich ist simpel und gut umgesetzt, durch emsiges Aufleveln werden die Stages allerdings schnell sehr einfach und spielerisch monoton. Die Bossfights bleiben jedoch knackhart, da Heilmittel nur je einmal genutzt werden dürfen. Man darf jedoch jederzeit speichern und die Bosskämpfe zwischendurch abbrechen - das mildert einiges an Frust.

Dauerspaß:
Kurzweilig trifft es am besten. Ys III legt einen Traumstart hin. Die Geschichte weiß auch später noch zu überzeugen, jedoch geht der Spagat zwischen den schnellen Kämpfen in den kurzen Actionstages und abwechslungsreicher Erzählung nicht hundertprozentig auf. Eins, zwei Teilabschnitte mehr und ne handvoll zusätzlicher Items wär extrem cool gewesen. So ist Ys III zwar ein gutklassiges Action-RPG, aber es rauscht auch echt fix an einem vorüber.

Fazit:
Bei dieser Art von Games muss ich unweigerlich an Castlevania 2 denken, das ich damals ewig lange spielte. Allerdings liefert Ys III nicht die rätsellastige Tiefe des Action Adventures von Konami, sondern bleibt im Kern ein eher kurzes, aber gutklassig umgesetztes Hack 'n Slay Vergnügen. Auch die Artverwandtheit zu Zelda 2 wird deutlich - nicht nur spielerisch, sondern vielmehr auch in technischer Hinsicht. Man sieht dem Spiel sein Alter an: Zwar ist ein gewisser Charme vorhanden, doch das SNES kann schlichtweg mehr leisten. Ys III ist zudem ein relativ seltener und auch preislich angehobener Titel. Man muss also ein gewisses Faible für das Gameplay mitbringen, damit sich der Kauf auch rechtfertigt. Das heißt kurzum: Empfehlung? Ja, durchaus - aber keineswegs uneingeschränkt! Das Gameplay ist schnell, funktioniert auf hohem Niveau und ist sehr actionreich, leider aber auch wenig abwechslungsreich. Eine langanhaltende Dauerspaßbombe wie Zelda: A Link To The Past darf man hier nicht erwarten.

Grafik: 7
Sound: 7
Musik: 8
Gameplay: 7
Dauerspaß: 7
Gesamtwertung 7