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Clock Tower

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Reviewautor: wilo
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Genre: Adventure, Action
Größe: 24 MBit
Vertrieben von: Human Entertainment
Entwickler: Human Entertainment
Spieler: 1
Level: 1 großes Anwesen
Schwierigkeitsgrade: mittel
Features: mehrere Endings

Clock Tower ist ein relativ unbekanntes Survival Horror Game auf dem Super Famicom und quasi der Vorreiter für Resident Evil oder Silent Hill.

Jennifer Simpson ist ein ruhiges Mädchen. Ihre Eltern starben, als sie sehr jung war. Jetzt wurden sie und drei ihrer Freundinnen aus dem Waisenhaus, in dem sie sieben Jahre lebte, von einer gewissen Mrs. Barrows adoptiert. Nachdem die alte Dame die Mädchen mit in ihr Anwesen genommen hat, läßt sie sie im Foyer Platz nehmen und verschwindet durch eine Tür - kommt aber nicht mehr zurück. Jennifer geht nach einer Weile neugierig hinterher, um sie zu suchen, hört dann aber Schreie aus dem Foyer und muss feststellen, dass ihr Freundinnen ebenfalls allesamt verschwunden sind.

Das Spiel beginnt. Man weiß im ersten Moment überhaupt nicht, was los ist und wo überhaupt unsere Freunde sind. Die Dialoge im Spiel sind sehr kurz und verständlich, sofern man Japanisch kann. Clock Tower erschien nämlich nie außerhalb Japans und somit steht man als europäischer Durchschnittszocker ziemlich blöd da, falls man nichts mit den japanischen Schriftzeichen anfangen kann. Von der Story versteht man dann natürlich gar nichts, es ist dann nur möglich, das Spiel nach dem Trial-and-Error-Prinzip anzugehen.

Doch zurück zum Geschehen: Plötzlich wird Jennifer von einem Verrückten gejagt. Dieser versucht, sie mit einer riesigen Heckenschere umzubringen. Ziel dieses Adventures ist es, dem Albtraum irgendwie zu entkommen. Die Gesundheit ist dabei ein interessanter Faktor bei Clock Tower. Es hilft ungemein, wenn der Energiebalken nicht im roten Bereich ist, da man sich dann aus einer schwierigen Situation schneller befreien kann. Blau bedeutet "Gesund", Rot in etwa "erschöpft, müde". Die Gesundheit kann man aber immer wieder aufladen, indem man sich im Spiel erstmal nicht bewegt und sich einen Moment hinsetzt. So erholt sich Jennifer und die Gesundheit wird vom Programm automatisch wieder aufgeladen.

Womit wir auch schon beim nächsten Feature des Spiels wären: die Paniktaste B. Sie betätigt man immer dann, wenn man in einer brenzligen Situation steckt und sich befreien oder fliehen will. Jedoch gibt es auch "Dead Ends", bei denen selbst die B-Taste nicht weiterhilft. Das ganze Spiel verwendet das umstrittene "Point and Click"-System, was jedoch meiner Meinung nach sehr gut zu dem Spiel passt, weil nicht unbedingt der Kampf im Vordergrund steht, sondern eher die Grusel-Atmosphäre und die interessante Story mit ihren kleinen Rätseln, die nicht allzu schwer sind. Waffen würden auch gar nicht zu Jennifer passen.

Mit der Y-Taste kann man die Hauptfigur vollumfänglich steuern und benutzt Gegenstände aus dem Inventar, welches man mit der A-Taste aktiviert. Mit den Schultertasten L und R kann Jennifer rennen lassen. Man verliert zwar dabei auch Gesundheit, jedoch spart man Zeit oder kann leichter entkommen.

Die Grafik ist solide. Der Detailgrad ist nicht sehr hoch, teilweise denkt man sich, das alles schon mal irgendwo gesehen zu haben. Bei bestimmten Ereignissen neigt die Grafik auch zu Rucklern und wirkliche Effekte gibt es auch nur sehr selten.

Ganz dicker Minuspunkt in diesem Spiel: Der Sound. Es gibt nur ein paar Musikthemen, die zwar super umgesetzt wurden, jedoch war es das auch schon mit der Musik. Wenn man sich im Anwesen bewegt, ertönen nur eintönige Schrittgeräusche. Da hätte man mehr draus machen können. Die Stille trägt zwar sicherlich ihren Teil zur gruseligen Atmosphäre bei, trotzdem wären ein paar mehr Soundeffekte nett gewesen und hätten das Spiel vermutlich um ein paar Schockmomente bereichert.

Die Steuerung ist zwar solide, manches mal gibt es allerdings kleine Ungenauigkeiten bei der Abfrage - so bleibt die Figur schon mal in brenzligen Situationen gerne stehen, obwohl man per Joypad den Befehl zur Flucht gegeben hat. Das stört manchmal den Spielfluss und hat gelegentlich ein unnötiges Game Over zur Folge.

Es ist zwar möglich, das Spiel in 5 Minuten durchzuspielen, jedoch lohnt es sich auch durchaus, nach komplizierteren (Aus)Wegen im Spiel zu suchen. Wenn man sich die Mühe macht, alle Endings im Spiel zu finden, ist man schon knapp 30 Stunden damit beschäftigt. Diese sind übrigens im Starbildschirm durch einen Player nach dem Freischalten abrufbar. Und da scheiden sich dann wohl die Geister. Wer sofort das schnelle Ende sucht und sich nicht für die Story interessiert, der wird wohl keinem Gefallen an dem Spiel finden und es nach 20 Minuten wieder in den Schrank zurücklegen.

Daher sei allen, die kein Japanisch beherrschen, von einer Anschaffung abgeraten. Wer jedoch Interesse daran hat, alle anderen Endings zu vervollständigen und seine Freunde zu retten, der wird an der ein oder anderen Stelle viel Spaß haben, auch einige Schockmomente erleben und das Spiel mit Freude nochmals von vorne beginnen. Der Humor und die Ideen der Entwickler sind teilweise auch nicht zu verachten.

FAZIT:
Tolles Horrorgame auf den SNES, das durch eine interessante Story besticht und für jeden Horrorfan ein Muss ist. Zumindest sollte man es mal angetestet haben, es lohnt sich auf jeden Fall.

Grafik: 7
Sound: 7
Musik: 5.5
Gameplay: 8
Dauerspaß: 7
Gesamtwertung 7.5