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Arcade's Greatest Hits - The Atari Collection 1

Diskussion in Forum: -
Reviewautor: Ark
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Genre: Action
Größe: 4 MBit
Vertrieben von: Midway Games
Entwickler: Digital Eclipse
Spieler: 1-2
Level: 6 verschiedene Spiele
Schwierigkeitsgrade: -
Features: -

Es war einmal vor langer Zeit, in einer… okay gut, das klingt gerade wie Star Wars! Allerdings, so um die Zeit des ersten Star Wars Filmes, kamen allmählich nach und nach einige Klassiker unter den Videospielen heraus, von denen einige der Bedeutendsten in dieser Kollektion hier versammelt sind. Diese Spiele haben viele Generationen geprägt und Videospiele überhaupt massentauglich gemacht, aber ob diese Klassiker heute noch einen vom Hocker hauen, wird dieser Test hier verraten!

In dieser Kollektion sind ganze sechs verschiedene Spiele implementiert. Bevor nun ein Jeder von euch voller Freude außer sich gerät, sollte ich hier erwähnen, dass es sich eben um steinalte Klassiker handelt. Wer nun erwartet hat, dass man Spiele in der Qualität eines guten SNES Spieles bekommt, der dürfte enttäuscht sein, vor allem dann, wenn er (oder sie) noch einigermaßen jung ist und die hier gleich vorgestellten Klassiker nicht einmal kennt! Zumal diese Klassiker in ihrer Originalform vorliegen und nicht etwa grafisch aufgehübscht wurden! Doch zählen wir erst einmal die Titel auf:
Asteroids, Battlezone, Centipede, Missile Command, Super Breakout und Tempest.

Für alldiejenigen, die mit diesen Spielen aufgewachsen sind, dürften die Namen ja bekannt sein. Ansonsten hier eine kurze Beschreibung der Spiele:

Asteroids (1979): In Asteroids spielt man einen kleinen Raumjäger, der rotieren sowie vor und zurück fliegen kann. Man spielt auf einem Bildschirm, in der Asteroiden herumschwirren und wo gelegentlich auch mal ein UFO auftaucht. Es gilt, die Asteroiden und die UFOs zu zerstören und so viele Punkte wie möglich zu sammeln.

Battlezone (1980): In Battlezone spielt man einen futuristischen Panzer (aus Drahtgittermodellen) aus der First-Person-Perspektive. Im Original wurden zum Spielen zwei Joysticks benötigt, um den Tank zu fahren, hier auf dem SNES benutzt man dagegen das Steuerkreuz und Knöpfe. Ziel ist es, die Gegner zu vernichten, bevor man selbst alle Leben verliert. Das Interessante ist, dass man sich hinter Steinen verschanzen kann, bei der man vor dem gegnerischen Beschuss sicher ist.

Centipede (1981): Das Spielziel hier ist es, einen Tausendfüßer, dem Centipede, abzuschießen, der oberhalb des Bildschirm nach unten wandert. Dabei besteht der Centipede aus mehreren Segmenten, die man alle zerstören muss, erwischt man den Centipede in der Mitte, dann teilt sich dieser in zwei unabhängige Hälften. Das Spielfeld ist dabei überfüllt mit Pilzen, die dafür sorgen, dass der Centipede schneller nach unten gelangt (da er bei Berührung eines Pilzes eine Ebene nach unten rutscht). Außerdem behindern die Pilze die Schusswaffe des Spielers, der sich übrigens nur am unteren Bildschirm aufhalten kann. Ist der Centipede besiegt, taucht sogleich ein neuer am oberen Bildschirmrand auf.

Missile Command (1980): In Missile Command sieht man eine Landschaft mit sechs Städten. Diese werden aus der Luft von Raketen angegriffen, die der Spieler mit Hilfe von kleinen, flächenwirkenden Raketen aufhalten muss. Die Schwierigkeit dabei besteht aus der geringen Anzahl an eigenen Raketen. Sind nämlich alle aufgebraucht, bevor das Level geschafft ist, hat man keine Möglichkeit mehr, das gegnerische Feuer abzuwehren, so dass man dann seine Städte verlieren kann.

Super Breakout (1978): Breakout ist das bekannte Spiel mit den Steinen bzw. der Mauer, die mit einem Ball nach und nach zerstört werden muss. Dabei prallt der Ball immer wieder von der Mauer ab, die man dann abfangen und zurückschleudern muss. Gerät der Ball in die Leere, verliert man ein Leben.

Tempest (1981): Man spielt ein Raumschiff, welcher sich in einem Tunnel befindet, von denen es mehrere Designs gibt und von wo aus Gegner aus dem anderen Ende des Tunnels erscheinen und sich immer weiter nähern. Das besonderes dabei ist, dass man sich um den ganzen Tunnel bewegen kann, genauso wie auch die Gegner. Durch die Drahgitter-Vektormodelle entsteht damit ein 3D Eindruck.

All diese Spiele sind, wie damals üblich, viel mehr auf Highscore ausgelegt, wo man also versuchen muss, möglichst lange zu überleben und so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Denn sie alle kommen aus den Spielehallen, wo auch die Highscores abgespeichert wurden (meist in Form der berühmten drei Buchstaben, die man nach Game Over eingeben konnte). Daher ist es kein Wunder, dass viele Spiele über 100 oder sogar mehr als 200 Level haben. Die Schwierigkeit steigt dabei mit jedem neuen Level geringfügig.

Außerdem wurde alles in der Originalversion auf das Modul gepackt, wo auch die originalen Fehler der Spiele vorkommen können, aber dafür auch die Original-Cheats funktionieren. All das trägt zwar dazu bei, dass man die Spiele in ihrer möglichsten Ur-Form spielen kann, doch leider sieht alles heutzutage (selbst zu Zeiten, als der SNES noch auf dem Markt war), recht simpel aus und die Spiele sind meist nicht mehr als wenige Minuten spielbar, da einem schnell langweilig werden könnte. Hier wäre es viel besser gewesen, wenn neben den Originalspielen auch grafisch und akustisch aufgebesserte Versionen dabei gewesen wären, so allerdings wirkt alles etwas lieblos schnell zusammengeschustert.

Daher finde ich persönlich, dass die Spiele sehr schnell öde werden, auch wenn sie echte Klassiker sein sollten. Oder, wenn man schon Klassiker unverändert auf ein Modul packt, dann hätten es ruhig viel mehr sein können anstatt nur sechs Stück. Es gibt bei allen Spielen übrigens auch einen Zweispielermodus, dieser beschränkt sich allerdings darauf, dass jeder das Spiel abwechselnd spielt, und nicht miteinander wirklich interagiert.

Besonderes:
Der Untertitel des Spieles heißt „The Atari Collection 1“. Ein zweiter Teil ist aber für den SNES nie erschienen und kam stattdessen auf der Playstation heraus.

BEWERTUNG

Grafik:
Von der Grafik sollte man nicht allzu viel erwarten, da die Spiele die simpelsten Grafiken bieten. Battlezone geht noch mit seiner 3D Optik und Centipede ist wenigstens schön bunt bei den verschiedenen Leveln, alles andere aber wirkt hoffnungslos veraltet und lieblos. Aber bedenkt, dass die Originalspiele damals eben so ausgesehen haben.

Sound:
Die Soundeffekte sind typische Beep-Plop-Boom-Geräusche, wie die alten Spiele eben von sich gegeben haben. Wenigstens erscheinen die Soundeffekte klar und nicht dumpf.

Musik:
Es gibt so gut wie gar keine Musik in den Spielen (etwas wie rudimentäre Musik ist aber in Asteroids vorhanden), nicht einmal beim Spieleauswahl-Menü. Das ist schade, war aber halt so.

Gameplay:
Ich muss sagen, dass die meisten dieser Spiele, vor allem Battlezone und Super Breakout hier an der etwas zu ungenauen Steuerung leiden. So machen die Spiele viel weniger Spaß und frustrieren wegen des dadurch erhöhten Schwierigkeitsgrades.

Dauerspaß:
Nostalgiker und Puristen könnten eine kurze Weile ihren Spaß haben, alle anderen schalten aber bei den meisten Spielen schon bald wieder ab.

Fazit:
Klassiker hin oder her, diese Spiele machen so in ihrer ursprünglichsten Form kaum noch Spaß, was auch zum größten Teil an der Steuerung liegt, die auf dem SNES deutlich ungenauer ist. Centipede war für mich persönlich noch das spaßigste Spiel, vielleicht noch Missile Command, aber alles andere beendet man wohl schon nach weniger als fünf Minuten. Wenn schon so eine Kollektion, dann entweder mit der Möglichkeit, diese Spiele auch in einer modernen 16-Bit Grafik zu spielen oder wenigstens mit einer noch viel größeren Spieleauswahl, so dass sich die Anschaffung auch wirklich lohnt anstatt so viel Geld für nur sechs Spiele zu bezahlen.

Grafik: 3
Sound: 3
Musik: 1
Gameplay: 4
Dauerspaß: 3
Gesamtwertung 3