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Secret of Mana

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Reviewautor: Webmaster
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Genre: Rollenspiel, Action
Größe: 24 MBit
Vertrieben von: Nintendo
Entwickler: SquareSoft
Spieler: 1-
Level: -
Schwierigkeitsgrade: -
Features: Batterie, 3 Charaktere

Das Spiel:

Bei Secret of Mana handelt es sich um ein sehr begehrtes Spiel, auf dem Gebrauchtmarkt. Man kann es in etwa mit Zelda 3 gleichsetzen, sowohl von der Popularität her, wie auch vom Spielprinzip. Secret of Mana ist eine Mischung zwischen Zelda und einem Reinrassigen Rollenspiel, welches hauptsächlich auf Zahlen basiert, wie z.B. Might and Magic. (Schande über mich, denn ich habe noch nie Final Fantasy, oder Phantasy Star gespielt, und somit zwei der größten Videospielreihen "verpaßt".)

Das Spielgeschehen, bzw. der Spielablauf sind sehr adventuretypisch. Es gibt eine Storyline, und man hält sich nicht ewig in Dungeons auf, wie das normalerweise bei Rollenspielen so ist. Was jedoch vom Rollenspielgenre übernommen wurde, ist das Magiesystem, und das Erfahrungssystem. Für jeden Gegner, den man besiegt, bekommt man Erfahrungspunkte. Hat man eine gewisse Anzahl von Erfahrungspunkten erreicht, steigt man in einen höheren Level auf, was zur Folge hat, daß man nun mehr Energiepunkte, Magiepunkte, eine höhere Stärke oder Intelligenz besitzt.

Das Spiel beginnt man mit einer Figur, doch im Laufe des Spieles kommen noch zwei weitere Charaktere hinzu, so daß man schon nach kurzer Zeit mit drei Figuren durch das Abenteuer zieht. Man kann immer nur eine der Figuren steuern, und muß hoffen, daß die Computerintelligenz die restlichen zwei Figuren gut genug kämpfen läßt, so daß diese nicht gleich wieder eine Heilung benötigen. Es läßt sich einstellen, wie der Computer agieren soll. Ist einem das so aber nicht recht, können zwei Freunde die anderen beiden Charaktere übernehmen. Die Cahraktere, also der Junge, das Mädchen und die Koboldin, unterscheiden sich von ihren Eigenschaften voneinander. Der Junge hat am meisten Kraft und Lebensenergie, kann jedoch nicht zaubern. Das Mädchen ist mit diversen Schutzzaubern ausgestattet, hat aber wesentlich weniger Energie wie der Junge. Die Koboldin verfügt ausschließlich über Angriffszauber, und die wenigsten Energiepunkte.

Verschiedene Rüstungen schützen die Figuren vor gegnerischen Angriffen, aber auch der Erfahrungslevel spielt eine Rolle, ob man mit einem Gegner schnell fertig wird. Die Waffe kann, wie bei Zelda auch aufgeladen werden, indem man den B-Knopf lange gedrückt hält. Hier kann die Waffe verschiedene Level erreichen. Hat man das Waffenlevelmaximum von 8 erreicht, kann man die Waffe in acht Stufen aufladen. Dazu muß man den B-Knopf aber ziemlich lange gedrückt halten.

So weit so gut. Hinter dem anfangs recht simpel scheinenden Spiel, versteckt sich, durch die vielen Erfahrungsstufen und Zaubersprüche ein doch recht komplexes Spiel, welches jedoch durch seine Benutzerfreundlichkeit nicht zu kompliziert wird. Die Qualitäten des Spieles liegen meiner Meinung nach hauptsächlich in der Möglichkeit in ein höheres Level aufzusteigen. Dadurch entsteht der selbe Ansporn, wie z.B. in Diablo auf dem PC. Jedoch mußte ich auch ein paar Mängel feststellen. Nach einer Weile, schnallt man absolut nicht mehr, was man eigentlich machen soll. Anfangs bringt einen die Storyline ja noch zu den relevanten Punkten des Spieles, indem ein Charakter sagt, er müsse da und da hin, und der Ort liege nördlich von jenem Ort. So kann man den richtigen Weg erahnen. Später kommen solche Hinweise dann nicht mehr. Da heißt es dann immer nur: 'Los, schnell. Tantalus ist schon sehr stark. Ihr müßt Euch beeilen.' So ist man förmlich gezwungen zum Spieleberater zu greifen. Nicht zu unrecht steht auf diesem Spieleberater: 'Wer dieses Buch verliert, der ist verloren.' Ein weiterer Mangel, ist die Unausgewogenheit, der Ereignisse und Gegnerstärke. Bekommt man am Anfang noch in vernünftigen Abständen neue Zauber hinzu, sieht das gegen Schluß schon ganz anders aus. Dann gibt es keine Level mehr, vor den Endgegnern, sondern man geht in das Schloß, besiegt den Endgegner, geht in den nächsten Raum, nur um dann den dort stationierten Endgegner auch noch ins Jenseits zu schicken. Danach kassiert man zwei neue Waffen, und eine Hand voll Zaubersprüche ein. Am Ende wird's dann wieder akzeptabel. Was die Unausgewogenheit der Gegnerstärke angeht... Besonders gegen Ende sind die normalen Gegner im Verhältnis zu den Endgegnern viel zu schwach. Ich bin viel öfter an einer Horde normaler Gegner, als an einem Endgegner gescheitert. Außerdem ist das Spiel meiner Meinung nach viel zu kurz, um die Zauber voll auszubilden. So oft braucht man die nämlich gar nicht, als daß man sie ständig benutzen würde.

Was die Grafik angeht, muß ich das Spiel einerseits loben, andererseits muß ich aber auch in beschränktem Maße schimpfen. Zum einen sind die Figuren und die Umgebung sehr schön gezeichnet und animiert, zum anderen macht das Spiel von keinerlei Spezialeffekten Gebrauch, bei dem es einem die Sprache verschlägt. (Falls man überhaupt von den Effekten des SNES begeistert ist.) Ich kann es den Programmierern jedoch nicht als negativ anrechnen, daß sie die Zoomfunktion des SNES nicht ausgenützt hätten. Stop. Ich vergesse da ja noch eine kleine Sache... Die Landkarte macht Gebrauch von dieser Fähigkeit, und das nicht einmal schlecht. Dann formuliere ich es eben so: Sehr detailreiche und nette Grafik, die nur durch ein paar Schwächen, in den Spezialeffekten negativ auffällt. Nicht, daß die schlecht sind, aber im Vergleich zu den schön gezeichneten Städten sehen die Effekte etwas schwach aus.

Der Sound und die Musik sind etwas seltsam zu bewerten. Ich kann aber sehr wohl sagen, daß diese zwei Kriterien lange nicht an Grafik und Spielspaß heranreichen. Die Soundeffekte hören sich etwas "billig" und sehr unwirklich an. Die Musikstücke haben etwas seltsame Melodien, die nicht zur Atmosphäre passen, bzw. für die Situation viel zu traurig sind. Die Musik war zwar nicht toll, aber erträglich. Cool wie z.B. in Castlevania oder fabelhaft gemacht wie in Donkey Kong Country war sie nicht.

Motivierend bis zum Ende, und durch den 3-Spielermodus sehr interessant. Ein Sammler hat's auf jeden Fall, zumal es eines der wenigen Square-Spiele ist, die es nach Deutschland geschafft haben. Ich finde es schade, daß der Spieleberater von so hoher Wichtigkeit war. Ansonsten ist Secret of Mana eines der besten SNES-Spiele, die ich kenne.

Spielmodi, Besonderheiten und Powerups:

Es gibt nur einen Spielmodus, und weder ein Optionsmenü, noch sonst irgendwelche Einstellmöglichkeiten, die das Spielgeschehen beeinflussen. Wäre ja auch schwachsinnig. Wenn man einen neuen Spieler anlegt, wird man gebeten, den Namen der Figur einzugeben, und das war's dann. Wenn man dann speichert, wird man gefragt, ob man den schon vorhandenen Charakter löschen möchte. Ganz besonders interessant ist das mit dem Mehrspielermodus organisiert. Man startet das Spiel ganz normal, und wenn jetzt der zweite Spieler seinen Controller betätigt, kann er eine Figur übernehmen, hat der Spieler keine Lust mehr, übernimmt wieder der Computer.

Jetzt zu den Items im Spiel: Seine Lebensenergie erhält man durch Bonbons, Schokolade, oder Honig zurück. Das Bonbon gibt dem Charakter 100 KP, die Schokolade 250 KP, und der Honig alle KP zurück. Sollte ein Charakter vergiftet oder verbrüht sein, so kann man ihn wieder mit Heilkräutern heilen. Die Walnuß frischt die Magie wieder um 50 Einheiten auf, und das Lebenswasser erweckt tote Charaktere wieder zum Leben. Das Faß ist ein recht nutzloses Item. Durch dieses wird man sozusagen unsichtbar, kann jedoch nicht kämpfen, da das Faß sonst kaputt geht. Von den oben genannten Items kann man jeweils nur vier Stück mit sich nehmen.

Neben diesen Items gibt es auch noch Gegenstände, die man unendlich oft einsetzen kann. Das Wundertau bringt den Spieler zurück zum Eingang eines Schlosses, so wie der Zauberspiegel in Zelda 3. Mit dem Schrumpfhammer können geschrumpfte Charaktere wieder auf normalgröße gezaubert werden, und der Zapplergürtel macht aus gezappelten, und somit kampfunfähigen Figuren wieder Kämpfer. Mit der Luftitrommel ruft man den Drachen herbei, mit dem man an jeden Ort auf der Manawelt fliegen kann.

Wie schon gesagt gibt es acht Waffen. Die Klaue, die Axt, die Peitsche, das Schwert, die Lanze, den Speer, den Bogen, den Bumerang. Die Peitsche dient als Enterhaken, ähnlich dem von Zelda 3 und der Bogen und der Speer sind unendlich oft einsetzbar. Neben den Waffen gibt es noch 60 Kleidungsstücke mit unterschiedlicher Stärke.

Im Laufe des Spieles bekommt man 40 Zaubersprüche, plus zwei, mit deren Hilfe man den Endgegner besiegt.

Im Spieleberater sind 82 Gegner und 43 Endgegner aufgelistet, wobei manche Gegner nur Abwandlungen von anderen sind. Für einen besiegten Gegner erhält man Geld, von dem Rüstungen, Waffenupgrades, eine Nacht im Hotel oder Verpflegung gekauft werden können.

Speichern kann man nur an bestimmten Speicherpunkten, dafür, hat das Spiel mit vier Speicherplätzen relativ viel Platz, für viele Spieler.

Grafik: 8
Sound: 8
Musik: 8
Gameplay: 8
Dauerspaß: 8
Gesamtwertung 8