Bill Laimbeer's Combat Basketball
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Info
| Forumdiskussion | Hier klicken |
| Autor | Ark |
| Genre | Sport |
| Größe | 4 MBit |
| Publisher | Hudson Soft |
| Entwickler | Hudson Soft |
| Spieler | 1-2 |
| Level | 14 Spielrunden pro Liga |
| Schwierigkeitsgrad | einfach bis mittel |
| Features | Speichermöglichkeit |
Wer zur Hölle ist Bill Laimbeer?
Bill war ein Basketballspieler und späterer -trainer, der hauptsächlich für die Detroit Pistons gespielt hat und dafür bekannt war, dass seine Spielweise etwas rauer war mit viel körperlichem Kontakt. Das dürfte auch der Grund sein, warum er die Titelfigur bzw. der Namensgeber dieses Spieles ist, doch dazu später mehr. Hierzulande dürfte er höchstens Basketballfans bekannt sein, aber das ist kein Wunder, immerhin ist Basketball in den USA wesentlich populärer als z.B. Fußball. Hätte man in den USA ein Fußballspiel mit dem Namen Jürgen Klinsmann Soccer oder Andreas Möller Football herausgebracht, würde dort ebenfalls niemand diese hierzulande allen bekannten Fußballer kennen.
Spiel ohne Regeln
Das „Besondere“ an Bill Laimbeer’s Combat Basketball ist, dass die Spiele keinerlei Regel mehr haben, abgesehen vom Punktesystem beim Körbewerfen, die sich noch einigermaßen an reales Basketball orientieren, wie dass man z.B. drei Punkte bekommt, wenn man den Ball von weiter weg ins Korb befördert. Ansonsten muss man einfach nur „irgendwie“ punkten, dabei spielt es keine Rolle, ob man die gegnerischen Spieler aus dem Weg rammt oder gar Power Ups verwendet, die ständig auf dem Spielfeld erscheinen und ebenfalls Gegner behindern können und diese kurz umstoßen. Man kann den Ball zwar noch ins Aus befördern, aber das war’s dann auch schon mit den Regeln. Und da wie anfangs erwähnt der gute Bill des Öfteren Körperkontakt mit den gegnerischen Spielern hatte, ist er eben der Namenspatron dieses Spieles.
Erstelle einen Team
Unglaublich, aber wahr: Wer tatsächlich ohne sich zu langweilen und damit das Spiel aus dem Modulschacht des SNES zu werfen mehrere Spiele durchhält und natürlich auch gewinnt, der bekommt pro gewonnenem Match (sowie durch das Sammeln von schwarzen Münzen auf dem Spielfeld während der Spiele) Geld, die man für neue Spieler investieren kann. Ein Team besteht aus fünf Spielern, von denen jeder unterschiedliche Eigenschaften wie Stärke, Wurfgenauigkeit, Geschwindigkeit etc. haben. Je mehr und bessere Skills ein Spieler hat, desto teurer ist er zu erwerben. Im Grunde tauscht man einen vorhandenen Spieler bei genügend Geldmitteln gegen einen anderen Spieler aus. Der teuerste Spieler ist natürlich auch der Beste, und dieser jemand ist, wie sollte es auch anders sein, Bill Laimbeer höchstpersönlich.
Sehr viel Spaß…
… machen andere SNES Spiele. Bill Laimbeer’s Combat Basketball macht allerhöchstens in den ersten fünf Minuten Spaß, weil es zu Beginn witzig ist, jeden im Weg wegzurammen, aber danach kommt schnell Langeweile auf, da man kaum etwas im Spiel machen kann. Es gibt keine besonderen Moves, mit denen man den Gegner ausmanövrieren könnte, keine coolen Tricks beim Dunken des Balls in den Korb, keine besonderen Würfe, recht wenige Powerups dafür, dass das Spiel „Combat“ im Namen trägt, also kein gar nix. Selbst zu zweit lohnt sich das Spiel kaum, sogar wenn man ein Hardcore Basketball-Fan ist, da es bald schon recht langweilig wird. Deswegen würde ich hier empfehlen, sowohl als Single- als auch als Multiplayer sich nach anderen Basketballspielen umzuschauen.
Besonderes:
Dies war das allererste Basketballspiel auf dem SNES (auch wenn es ein Sci-Fi Setting hat). Das Spiel erschien 1990 und wurde übrigens schon damals auf Grund der schlechteren Qualität bemängelt.
BEWERTUNG
Grafik:
Die Grafik aus der Draufsicht ist recht grob und damit eher schlecht. Das Spiel mag zwar ein frühes Spiel sein, trotzdem sind die Animationen sehr grob und haben wenige Frames, die Spielfelder wirken etwas lieblos und die allgemeine Aufmachung ist nicht besonders schön. Dazu kommt, dass alle Spieler, egal von welchem Team, exakt gleich aussehen. Niemand scheint eine andere Frisur oder so zu haben, jeder hat nur diesen einen Irokesenschnitt, obwohl im Hauptmenü und auch auf dem Transfermarkt die Spieler verschiedene Frisuren haben.
Sound:
Die Soundeffekte sind sehr simpel und klingen zudem recht dumpf und kraftlos. Alle Spieler haben dieselbe Stimme und es gibt allgemein recht wenige, verschiedene Soundeffekte.
Musik:
Überraschenderweise hat das Spiel eine recht coole Musik, die auch aus einem tollen Actionspiel hätte stammen können. Dummerweise spielt pro Season immer dieselbe Musik. Eine Season hat 14 Spiele, also hört man 14 Spiele lang dieselbe Musik. Danach kommt man eine Season weiter, so dass man dann erst eine neue Musik hört, und zwar für weitere 14 Spiele, und so weiter.
Gameplay:
Das Spiel ist an sich gut steuerbar, immerhin ist die Steuerung nicht schwerfällig. Es gibt wenige „Moves“ (springen, rempeln, passen und Ball werfen), doch jede Aktion davon wurde auf einen einzigen Button (B-Button) zugeordnet. Die Spiele laufen etwas langsam ab, so dass das Fehlen eines Sprint-Features nerven kann. Lieblos und auch umständlich sind die Spielmenüs, die zudem kaum Einstellungsmöglichkeiten bieten.
Dauerspaß:
Auf Grund der wenigen Spielmodi und der noch weniger vorhanden Move-Möglichkeiten, Power-Ups und allgemeine Abwechslung bei den Spielfeldern kommt schnell Langweile auf, so dass man kaum motiviert ist, eine ganze Liga mit 14 Spielen auszuhalten, geschweige denn dies auch noch drei mal zu absolvieren, um eine ganze Season abzuschließen. Selbst mit einem zweiten Spieler macht das Spiel nur recht wenig Spaß. Das Spiel wird mit Sicherheit schnell in der Versenkung verschwinden und vermutlich auch nie wieder von dort auftauchen.
Fazit:
Es gibt Spiele, die sind so grottig, das man sie schnell wieder aus dem Modulschacht wirft. Normalerweise sind diese Spiele einfach nur zu schlecht gemacht und haben entweder zu viele Fehler und/oder eine schreckliche Steuerung, die das Spiel fast unspielbar machen.
Bill Laimbeer’s Combat Basketball dagegen kann man ganz gut steuern, es hat auch keine gravierenden Bugs und auch keine nennenswerten Slowdowns,… es ist einfach nur stinklangweilig, weil es kaum etwas zu bieten hat. Daher gibt es von mir keine Empfehlung, das Spiel auch nur zu testen, so dass das Spiel nur rein für Sammler etwas ist, die das Spiel nicht spielen, sondern lediglich ins Regal bzw. in ihre Sammlung hinzufügen wollen.
Wertung
| Grafik | 4 |
| Sound | 3 |
| Musik | 8 |
| Gameplay | 3 |
| Dauerspaß | 2 |
| Gesamtwertung | 3.5 |