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Sim City 2000

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Info

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Autor Ark
Genre Strategie
Größe 16 MBit
Publisher Imagineer / Black Pearl Software
Entwickler Hal Laboratory / Maxis
Spieler 1
Level -
Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer
Features -
Sim City war die Spielereihe, die eine Menge Menschen dazu gebracht hat, später einmal ein Bürgermeister zu werden. Nein, das ist natürlich nicht wahr, aber dennoch haben diese Spiele Millionen von Gamern begeistert, und Sim City 2000 gehört (zusammen mit Sim City 3000) zu den beliebtesten Titel dieser Reihe, so dass es für eine Menge Systeme umgesetzt wurde, so auch für das SNES.

In Sim City 2000 hat man das Ziel, eine blühende Stadt zu bauen. Das heißt, am Grundprinzip hat sich zum ersten Teil nichts verändert. Man muss also weiterhin dafür sorgen, dass es genügend Plätze zum Wohnen, Arbeiten und Einkaufen gibt. Das Gameplay ist allerdings nun etwas anders.

Statt vordefinierte Flächen für Wohnungen, Industrie und Gewerbegebiet wie in Sim City 1 zu platzieren, setzt man hier recht frei einzelne kleine Rechtecke eines Gebietes, so dass man die Fläche des gewünschten Gebietes so groß gestalten kann, wie man möchte. Natürlich ist es unklug, ein gigantisches Gebiet zu bauen, da man auch Straßen benötigt, damit überhaupt Menschen einziehen, aber wenigstens kann man nun kleine Restgebiete ebenfalls bebauen und so die Landschaft optimal nutzen.

Wann wirst du anfangen?
Zu Beginn kann man erst einmal wählen, in welchem Jahr man starten möchte. Zur Auswahl stehen die Jahre 1900, 1950, 2000 und 2050 zur Verfügung. Je nachdem, im welchem Jahr man beginnt, gibt es unterschiedliche Technologien, die sich hauptsächlich bei der Auswahl des Kraftwerks unterscheiden. Während das Kohlekraftwerk wenig kostet, liefert es auch vergleichsweise weniger Energie und verschmutzt zusätzlich die Umwelt. Ein Kernkraftwerk kostet wesentlich mehr, liefert saubere Enerie, hat aber den Nachteil, dass hier eine Kernschmelze drohen könnte. Kraftwerke der Zukunft liefern schließlich saubere Energie ohne Nachteile, kosten aber sehr viel mehr, so dass der Start etwas schwieriger ist, da man nach dem Kauf eines solchen Kraftwerkes deutlich weniger Geld zur Verfügung hat.

Stadtdichte
Beim Platzieren von Baugebieten kann man neuerdings zwischen einem „Low-Density“ und einem „High-Density“-Gebiet wählen. Der Unterschied ist der, dass bei Low-Density weniger Menschen pro Rechteck einziehen und diese Gebiete daher mit kleineren Gebäuden bebaut werden. Dafür allerdings ist die Bebauung und der Unterhalt dieser Gebiete geringer und man kann auch Rest-Flächen mit solchen Gebieten bebauen, die bei High-Density nicht möglich sind, da ein Gebäude dort mindestens einen Platz von 2x2 oder gar 3x3 Fläche benötigen würde. Zudem benötigt man eine Mindestanzahl von Bürgern, bevor die High-Density-Flächen überhaupt optimal genutzt werden. Das heißt, das man normalerweise mit Low-Density Gebieten anfängt und nach und nach die guten Landflächen mit den dichteren Stadtgebieten bebaut.

Ohne Wasser läuft gar nichts
Neu in Sim City 2000 ist die Untergrund-Ansicht, auf die man per Knopfdruck umschalten kann. Hier baut man Wasserleitungen, die man mit Pumpstationen und schließlich natürlich mit allen Baugebieten verbinden muss. Wasser ist in diesem Spiel genauso wichtig wie Elektrizität, denn ohne Wasser ziehen die Bewohner schon sehr bald wieder aus. Außerdem kann man in dieser Ansicht auch ein U-Bahn-System bauen, dass der Stadt mehr umweltfreundliche Mobilität verleiht.

Sobald die Stadt blüht,…
… kommt eine Katastrophe und zerstört wieder alles. Natürlich nur, wenn man die Katastrophen eingeschaltet hat als zusätzliche Herausforderung oder nur so zum Spaß. Es gibt verschiedene Arten von Katastrophen wie Feuer, Überflutung, Erdbeben, Tornado oder auch die Monster-Attacke, wobei letzterer eher eine Alien-Attacke ist. Leider sind die meisten Katastrophen ein wenig unspektakulär ausgefallen.

Klicken, warten, klicken, warten, klicken… ihr versteht das System!
An sich könnte Sim City 2000 trotz der wesentlich geringeren Auflösung und detailärmeren Aufmachung viel Spaß machen, da das Grundprinzip von der PC Version übernommen wurde und das Städtebauen sehr spaßig ist, allerdings läuft das Spiel dermaßen langsam, dass man bald schon keine Lust mehr hat. So gut wie alle Aktionen sind nämlich mit kurzen Wartezeiten von 2-3 Sekunden verbunden. Das heißt, scrollt man die Karte in eine Richtung, muss man warten. Zoomt man in die Karte hinein, muss man warten. Setzt man ein Sondergebäude, muss man warten. Schaltet man zur Untergrund-Ansicht, muss man warten. Das ist alles sehr schade, da dieses ständige Warten, das einem auch wie ein Ruckeln vorkommt, sehr nervig ist, da der Spielfluss dadurch komplett unterbrochen wird und das Spiel allgemein kaum noch Spaß macht. Das ist auch der Grund, warum ich das Spiel eher schlecht bewerte, da ich es auf lange Sicht als unspielbar empfinde. Eventuell wäre es sogar besser gewesen, wenn man für den SNES ein komplett anderes Sim City 2000 entwickelt hätte, welches besser für die Technik des SNES geeignet gewesen wäre. Ebenfalls schade ist, dass das Spiel keine Maus-Unterstützung hat, denn das wäre nämlich optimal gewesen. Die Steuerung mit dem Controller ist zwar machbar, aber gerade kleinere Dinge wie Straßen oder Stromleitungen zu setzen ist schon manchmal etwas fummelig.

Problemlöser in vorgebauten Städten
Wenn man mal keine Lust auf eine eigene Stadt hat, dann kann man auch einen von fünf verschiedenen Szenarien unterschiedlicher Schwierigkeit (1-3 Sterne) wählen, bei der man jeweils ein bestimmtes Problem lösen muss. Da das Spiel wirklich zu langsam läuft und auch die teilweise recht langen Ladezeiten bei einigen Menüs echt auf die Nerven gehen, habe ich die Szenarien nicht ausgiebig getestet. Allerdings kann man auf diese Weise mal sehen, wie eine größere Stadt aussehen würde, wenn man es selbst nicht schafft oder die Geduld dafür hat.

Besonderes:
Auf Grund von technischen Limitierungen wurden einige Inhalte von der PC Version hier entfernt. So gibt es nur noch fünf verschiedene Szenarien, einige Katastrophen fehlen (Ausschreitungen und Vulkanausbruch), ein paar Musikstücke aus dem Originalsoundtrack wurden nicht übernommen und Namen für Städte und Bürgermeister sind auf acht Zeichen begrenzt anstatt auf 32. Außerdem läuft das Spiel nur in der langsamsten Geschwindigkeit, man kann also nicht wie in der PC Version die Geschwindigkeit erhöhen, was das Spiel nochmals verlangsamt.
Dafür gibt es aber neue Geschenke, die es in der PC Version nicht gibt. Je nach erreichter Einwohnerzahl bekommt man hier ein größeres Rathaus, eine TV-Station und sogar eine Raketenstartrampe. 


BEWERTUNG

Grafik:

Die isometrische Ansicht ist nett, vor allem wenn man in die Stadt hineinzoomt, dennoch ist es eine ziemliche Umgewöhnung, wenn man die PC Version gewohnt ist und jetzt mit einer deutlich geringeren Auflösung und damit Bildausschnitt und detailärmeren Grafiken spielt. Dennoch sind einige Gebäude nett gezeichnet.

Sound:
Der Sound ist okay, sie klingt vielleicht ein klein wenig dumpfer als in der PC Version, das stört allerdings weniger.

Musik:
Die Musik ist sehr nett, da man einige der aus der PC Version bekannten Musikstücke hört. Leider wurden nicht alle Stücke übernommen und die Musik wird etwas zu wenig abgespielt.

Gameplay:

Die Steuerung mit dem Controller für ein Spiel, dass eindeutig für eine Maus-Steuerung konzipiert wurde, ist noch okay, aber manchmal auch etwas fummelig und gewöhnungsbedürftig, so dass das Bauen wesentlich langsamer vonstatten geht.
Überhaupt ist das gesamte Spiel sehr langsam, und zwar dermaßen, dass es einen schon richtig nervt, da es den Spielfluss komplett unterbricht und man alleine für das Scrollen der Karte viel Geduld haben muss. Vom Spielprinzip an sich allerdings ist das Städtebauen aber eine spaßige Sache.

Dauerspaß:

Wie oben erwähnt könnte der Bau der eigenen Stadt viel Spaß machen, aber auf Grund des sehr langsamen Gameplays wegen der technischen Limitierungen des SNES kommt oft mehr Frust auf, da man zu ungeduldig wird und sich zu langweilen anfängt, wenn man bei jeder Kleinigkeit warten muss. Vor allem das oben erwähnte Scrollen über die Karte ist sehr nervig, da es einem vorkommt, als ob das Spiel total ruckeln würde. Da spielt man lieber wieder Sim City 1, was ein wesentlich flüssigeres Gameplay hatte.

Fazit:
Sim City 2000 mag damals vielleicht sehr populär gewesen sein, aber das bedeutet nicht, dass es auch auf allen Systemen gleich gut ist. Gerade bei Konsolen wie dem SNES konnte man kein flüssiges Spiel garantieren, so dass das Spiel hier mehr zu einer Geduldsprobe anstatt spaßiger Unterhaltung wird. Ich empfehle, entweder lieber Sim City 1 zu spielen oder Sim City 2000 auf anderen Systemen, bevorzugt dem PC, zu zocken.

Wertung

Grafik 6
Sound 7
Musik 7
Gameplay 4
Dauerspaß 4
Gesamtwertung 5.4