Chester Cheetah - Too Cool to Fool
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Info
| Forumdiskussion | Hier klicken |
| Autor | Ark |
| Genre | Jump and Run |
| Größe | 8 MBit |
| Publisher | Kaneko USA |
| Entwickler | System Vision |
| Spieler | 1 |
| Level | 5 |
| Schwierigkeitsgrad | einfach |
| Features | - |
Bei Chester Cheetah muss zunächst einmal geklärt werden, wer er überhaupt ist. Cheetos mag heutzutage auch hierzulande bekannt sein, der Verkauf ist aber auf Grund Markenrechtsstreitigkeiten mit Chitos in Deutschland verboten. In den USA dagegen ist er eines der beliebtesten Mais-Snacks. Cheetos hat natürlich auch einen Maskottchen, nämlich den anthropomorphen Geparden Chester Cheetah. Und wegen seiner comichaften Darstellung und seiner „Coolnes“ schien er den Snack-Herstellern wie geeignet für einen Videospiel.
Ich hasse den Zoo!
Die Story des Spiels ist schnell erzählt. Chester mag es nicht, im Four Corners Zoo zu sein, also möchte er von dort ausbrechen und nach Hip City fahren. Dazu muss er im Grunde lediglich auf sein Motorrad hüpfen und davonfahren, dumm nur, dass der gemeine Eugene sein Motorrad in seine Einzelteile zerlegt und überall auf dem Zoo verteilt hat. Chester muss also erst einmal diese Teile finden und sein Motorrad wieder zusammensetzen, damit er vom Zoo fliehen kann.
Kurze Level
Dazu spielt man in fünf Stages im Zoo, wo man je einen der Teile finden muss, um das Level abschließen zu können. Die Level spielen sich von links nach rechts, können aber auch weit nach oben oder unten erstrecken, wie die meisten Spiele und Plattformer damals so waren. Die Gegner, die sich einen in den Weg stellen, kann man durch draufspringen entweder komplett ausschalten oder für einen kurzen Moment stoppen, eine andere Attacke gibt es nicht.
Kleine Abwechslungen kommen in Form von Schwingen auf Lianen oder einem kurzem Eisenbahnabschnitt, wo man mit einer Bergbau-Lore ein paar Felsen ausweichen und am Ende einen Endgegner besiegen muss.
Das Spiel ist zwar ziemlich einfach, aber gerade für Kinder gibt es ein oder zwei Stellen, die ein wenig kniffliger ausgefallen sind, das betrifft eine Sprungpassage und eine Stelle, wo man nicht sofort wissen könnte, wie es weitergeht. Allgemein sind die Level allerdings dermaßen kurz ausgefallen, dass das Spiel mit ein klein wenig Übung in knapp 30-45 Minuten komplett schaffbar ist.
Ein Gepard im Schneckentempo
Das erste, was einem negativ auffällt, ist die lahme Geschwindigkeit, mit der Cheetah läuft. Er soll eine Großkatze darstellen, genauer gesagt einen Gepard, also eines der schnellsten Landtiere überhaupt und man bewegt sich dennoch dermaßen lahm, dass man vergebens einen Button zum schnelleren Laufen sucht. Doch leider wird man auch hier enttäuscht, da es lediglich zwei Buttons gibt, die man benutzen kann, nämlich einmal den B-Button zum Springen und den R-Button zum Sprinten.
Moment… Schneller laufen ist also doch möglich? Jein! Denn zuerst einmal muss man in jeder Stage die Turnschuhe finden, damit man überhaupt schneller laufen kann. Sind diese gefunden, kann man die R-Taste gedrückt halten, womit Cheetah sich für 1-2 Sekunden fertig zum Laufen macht und dann zumindest etwas schneller läuft, allerdings ist er somit wesentlich weniger kontrollierbar, so dass man schnell in einen Gegner hineinläuft, womit der Sprint auch schon wieder vorbei ist.
Sinnlose Power Ups
Es gibt keine wirklichen Power Ups im Spiel. Die sammelbaren Items sind Katzenpfoten-Münzen für Punkte, größere Katzenpfoten für Lebensenergie, Turnschuhe zum Sprinten und eine elektrische Gitarre, bei der man für ca. 5 Sekunden komplett die Kontrolle über Chester verliert, da dieser die Gitarre spielt. Sollten Gegner ihn dabei berühren, werden diese Gegner automatisch ausgeschaltet. Chester rockt mit der Gitarre vor sich hin und springt dabei auch einige Schritte nach links und rechts, was okay ist, aber es gibt einen Abschnitt im Spiel, bei der man auf einer sich bewegenden Plattform befindet und unterwegs fast automatisch die Gitarre einsammelt. Und was passiert dann? Klar, Chester rockt, springt danach nach links und rechts und FÄLLT VON DER PLATTFORM ins Wasser, wo man ein schönes Stück links wieder auftaucht und den Abschnitt wiederholen kann.
Ansonsten kann man in jedem Level noch einen Skateboard finden, womit man am Ende des Levels zu einem Bonusspiel kommt, um weitere Punkte sammeln zu können.
Besonderes:
Obwohl das Spiel von vielen mittelmäßig bis schlecht bewertet wurde, war es für den Publisher Kaneko USA dennoch ein finanzieller Erfolg. Natürlich steht da nicht mehr und ich denke nicht, dass das Spiel eine richtige Bombe war, aber vom finanziellen Erfolg spricht man ja auch, wenn man zumindest alle Kosten wieder reingeholt und bestenfalls noch einen kleinen Gewinn damit erwirtschaftet hat.
BEWERTUNG
Grafik:
Die Grafik hat einen sehr groben, comicartigen Stil. Es ist kunterbunt mit recht einfach gezeichneten Hintergründen und Gegnern, selbst Chester sieht nicht einmal so besonders gut aus. Es gibt schlimmeres, aber dennoch hätte man sich durchaus schönere Grafiken gewünscht.
Sound:
Die Sounds sind dumpf und lieblos. Dazu geht Chesters „Brüllen“, wenn er getroffen wird, einem irgendwann auf die Nerven.
Musik:
Die Musik ist noch das Beste an diesem Spiel. Es ist zwar nichts besonderes, aber es klingt funky und passt zu dieser Art von Spiel. Ist also ganz okay und nicht irgendein „Fahrstuhlgedudel“, man könnte sagen, zumindest der Komponist hatte hier Spaß an seinem Job.
Gameplay:
Ein im wahrsten Sinne des Wortes lahmes Gameplay auf Grund der langsamen Steuerung von Chester. Dies langweilt ein wenig, dazu kommen etwas schlechtere Kollisionsabfragen, die ebenfalls nerven können. Die Level sind zwar okay, aber sehr kurz ausgefallen.
Dauerspaß:
Spiele, bei denen die Charaktere sich im Schneckentempo bewegen, dämpfen allgemein den Spielspaß. Zudem sind die Level sowohl kurz als auch recht einfach, so dass man das Spiel sehr schnell durch hat. Vielleicht bleiben Kinder mal an der einen oder anderen Stelle hängen und könnten auch mal aufgeben, aber dennoch bleibt das Spiel dermaßen kurz, dass der Spielspaß eben nur von kurzer Dauer ist. Zudem es auch gameplaymäßig kein tolles Spiel ist, da man fast nichts machen kann außer laufen und springen.
Fazit:
Das erste Chester Cheetah Spiel ist eher ein Reinfall und macht nur wenig Spaß. Selbst Kinder werden sicherlich weniger Spaß daran haben, weil es einfach zu wenig bietet und auch recht kurz ist. Das Spiel ist eher ein kleiner Marketing Gag, aber dass Werbespiele auch gut sein können, zeigt beispielsweise Cool Spot, was ein relativ gutes Spiel ist, aber auch ein Jahr später als Chester Cheetah erschien.
Wertung
| Grafik | 3 |
| Sound | 3 |
| Musik | 7 |
| Gameplay | 3 |
| Dauerspaß | 2 |
| Gesamtwertung | 3.2 |