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Bronkie the Bronchiasaurus

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Autor Ark
Genre Jump and Run, Andere
Größe 8 MBit
Publisher Raya Systems
Entwickler WaveQuest
Spieler 1-2
Level 18
Schwierigkeitsgrad einfach
Features -
Lernspiele, sogenannte Educational Games, gibt es schon seit Anbeginn der Videospiele. Vor allem Eltern und Lehrer waren damals von solchen Spielen begeistert, da „normale“ Videospiele den meisten ein Dorn im Auge waren. Normalerweise ist auch nichts gegen ein gut gemachtes Lernspiel einzuwenden,… die Betonung liegt dabei auf „gut gemacht“, da die meisten solcher Spiele allzu oft in Listen mit den schlechtesten Spielen aller Zeiten auftauchen,… auch Bronkie the Bronchiasaurus taucht in einigen solcher Listen auf,… zurecht?

Eventuell kann man bereits vom Namen „Bronchiasaurus“ her ableiten, dass es hier um Lungen, Atmung und Luft geht. Tatsächlich geht es hier um die Asthma-Erkrankung, bei der spielerisch versucht wird, Kindern den Umgang mit dieser Erkrankung beizubringen, was ja eine Gute Sache ist.

Einfache, thematisch passende Story

Die Geschichte ist schnell erzählt. Ein Meteorit schlug in der Stadt San Saurian ein und wirbelte viel Staub in die Luft. Daraufhin entwickelten viele Dinosaurier Asthma. Da es für Asthmakranke leichter ist, in einer sauberen Umwelt zu atmen, möchte der kleine Dino Bronkie eine große Windmaschine bauen, um den Staub wegzublasen. Das dumme dabei ist aber, dass der böse Mr. Rexo (natürlich wie immer ein Tyrannosaurus) die Teile der Maschine gestohlen hat und man diese wiederfinden muss.

Niedliche Charaktere
Zu Beginn muss man zunächst einen von zwei möglichen Charakteren wählen. Beide Charaktere sehen dabei recht nett und niedlich aus. Man kann zwischen einem jungen Brachiosaurus (Bronkie) und einem Triceratops (Trakie) wählen. Dummerweise kann man im Zweispielermodus nicht auswählen, welchen Dino man spielen möchte, da entweder beide Bronkie sein müssen, oder eben der Triceratops (nur halt in unterschiedlichen Farben). Abgesehen davon haben beide Dinos exakt dieselben Fähigkeiten, welche Schlagen und Pusten wären.

Spielen, Fragen beantworten, Spielen, Fragen beantworten
Das Spiel ist ein typischer Sidescroller / Plattformer, wo man von links nach rechts läuft und das Level-Ende erreichen muss. Es gibt Dinos, die man mit einem Stab bekämpfen kann und andere Hindernisse, auf die man aufpassen muss. Man kann diverse Bonusobjekte sammeln und hin und wieder, meist so zwei Mal in einem Level, trifft man auf einen freundlichen Dinosaurier, der einem Fragen zur Gesundheit bzw. zum Umgang mit bestimmten Asthma-Situationen stellt und die man richtig beantworten muss, um sowohl einen Teil der Windmaschine zu bekommen als auch um überhaupt weiterkommen zu können. Denn erst nach der richtigen Antwort wird ein unüberwindbarer Hindernis entfernt, so dass man erst danach das Ende erreichen kann. Dadurch soll verhindert werden, dass man ein Teil der Windmaschine verpasst. Nach drei Level gibt es sogar Endgegner zum bekämpfen.

Mir wird schwarz vor Augen!
Lebensenergie verliert man nicht nur durch Gegner, sondern auch durch für echte Asthmatiker gefährliche Dinge, auf die vor jedem Level hingewiesen wird und welche man vermeiden muss. Das wären Dinge wie Rauch, Staub, Zigaretten, Vogelfedern oder Katzen.
Der Verlust von Lebensenergie wurde dabei interessant umgesetzt. Man hält zwar so einige Treffer aus und hat auch eine Lebensleiste, doch mit jedem Treffer verdunkelt sich der Bildschirm zusätzlich ein wenig, bis irgendwann alles richtig dunkel ist. Dies simuliert vermutlich die Tatsache, dass einem „schwarz vor Augen“ wird, wenn es einem nicht gut geht. Dazu kommt, dass die Dinos mit wenig Lebensenergie beim Laufen immer mehr nach Luft schnappen, weil sie eben Asthma haben.

Passiert dies, so muss man ein Inhalationsgerät benutzen. Mit dem Select Button kommt man ins Asthma Menü, wo dann die Dinos das Teil benutzen können und alles kommentiert bwz. gründlich erklärt wird. Ist das geschafft, können die Dinos wieder richtig atmen und man kann mit ihnen laufen, ohne dass sie ständig nach Luft schnappen. Übrigens wird auch zu Beginn eines Levels kurz das Inhalationsgerät erklärt, wobei diese Wiederholungen nach dem dritten oder vierten Mal an sich nicht mehr notwendig sind und eher wohl als Erinnerung dienen.

Im Grunde ein „richtiges“ Spiel
Obwohl dies ein Lernspiel ist, fühlt sich das Spiel eigentlich sogar mehr wie ein vollwertiges SNES Spiel an, zwar mehr für Jüngere gedacht, aber dennoch hat es nicht all die nervigen Dinge, die andere Lernspiele enthalten. Sicher, hier muss man dann und wann Fragen richtig beantworten, um weiterkommen zu können oder bekommt zu Beginn eines Levels ein paar Informationen eingeblendet, aber abgesehen davon spielt man in sechs abwechslungsreichen Welten mit je drei Level, die allesamt mit einem Endgegner abschließen, wobei die Endgegner selbst für Kinder eher ein Witz sind, nett gemacht ist das Ganze dennoch. Dazu kommt, dass die Präsentation des Spiels in Comicartiger Grafik recht schön ist, die Steuerung gar nicht mal so schlecht reagiert und auch die Musik kein langweiliges Gedudel ist.

Besonderes:
Das Spiel gehört zur Reihe der „Health Hero“ Spiele, die allesamt Lernspiele sind und den Umgang mit Krankheiten lehren sollen. Dazu gehören neben Bronkie noch die Spiele Captain Novolin (Typ 1 Diabetes), Packy & Marlon (ebenfalls Typ 1 Diabetes) und Rex Ronan: Experimental Surgeon (zeigt den schädlichen Einfluss von Zigaretten). 


BEWERTUNG

Grafik:
Die Grafik ist Cartoon-artig mit nett gezeichneten Figuren und ein klein wenig zu simpel geratenen, aber noch zum Spiel gut passenden Hintergründen. Die Animationen der Charaktere hätte etwas besser sein können, dennoch ist das Ganze ganz nett anzusehen.

Sound:
Der Sound ist recht einfach, aber klar. Man hört neben den typischen Sprunggeräuschen auch Dinge wie ein Niesen, wenn man sich erkälteten Dinosauriern nähert.

Musik:
Die Musik mag vielleicht etwas vor sich hin dudeln und ist somit sicher kein Ohrwurm, aber es nervt auch nicht und passt gut ins Spiel.

Gameplay:
Die Dinos lassen sich recht gut steuern, auch wenn einige knifflige Passagen eventuelle mehrere Anläufe nötig machen könnten. Das Spiel ist insgesamt recht einfach und damit gut für Kinder spielbar.

Dauerspaß:
Obwohl das Spiel eher kurze Level hat, spielt man dennoch drei Level in jedem der sechs Welten, also insgesamt 18 Level. Jede Welt ist abwechslungsreich und farbenfroh, was Kindern durchaus auch Spaß machen kann. Zudem fühlt sich das Spiel auch wie ein richtiges Spiel an, nur dass man hin und wieder einige Asthma-Fragen beantworten muss bzw. die Spielcharaktere einen Inhalationsgerät verwenden müssen. Schade ist nur, dass das Spiel keine Passwörter oder einen Speicher hat, den 18 Level können für Kinder zu viel sein, um sie alle am Stück zu spielen. Dadurch kann es eventuell nerven, das Spiel immer wieder von vorne beginnen zu müssen.

Fazit:
Überraschenderweise ist das Spiel trotz der vielen negativen Bewertungen im Internet meiner Meinung nach recht nett gemacht für ein Lernspiel. Die Aufmachung ist schön, die Steuerung ganz okay, das Ganze untermalt von einer netten Musik, dazu kommen abwechslungsreiche, farbenfrohe Level. Ehrlich gesagt fühlt sich das Spiel sogar wie ein richtiges Videospiel an, ohne dass die Lerninhalte zu aufgesetzt wirken. Für ältere Kinder oder Jugendliche eventuell nicht so interessant, da zu einfach, ist das Spiel aber für Jüngere, die lesen gelernt haben, sicherlich spielenswert und eventuell sogar „pädagogisch wertvoll“.

Wertung

Grafik 7
Sound 6
Musik 7
Gameplay 7
Dauerspaß 7
Gesamtwertung 7.2