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Legend

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Info

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Autor Ark
Genre Beat'em Up, Action
Größe 16 MBit
Publisher Sony Imagesoft / Seika
Entwickler Arcade Zone LTD
Spieler 1-2
Level 6
Schwierigkeitsgrad mittel
Features -
Viele Beat'em Up Spiele, die im Fantasy Genre angesiedelt sind, haben eines gemeinsam: Es geht immer darum, dass irgendwo ein echt fieser Schurke sich irgendwas unter den Nagel reißen will und Helden losgeschickt werden, um ihn aufzuhalten.

Keine großartig ausgefallene Story!
So auch in Legend. Über eintausend Jahre lang herrschte im Königreich von Sellech ein tyrannischer Herrscher namens Beldor. Er wurde durch die vereinten Kräfte von vielen Helden schließlich aufgehalten und seine Seele eingesperrt. Sein Sohn, Clovis, versucht nun die Macht seines Vaters für sich zu nutzen und das Königreich zu unterwerfen. So müssen erneut Helden vorrücken, um dieses Mal Clovis aufzuhalten.

Im Spiel steuert man einen dieser Helden, bei dem man zu Beginn in den Optionen sogar die Farbe seiner Kleidung wählen kann. Als Waffe hat man immer einen Schwert und kämpft sich damit durch die Level durch. Wenn man mit dem Schwert zuschlägt, kann man das Schwert auch in verschiedene Richtungen schwingen. Das ist auch ganz nützlich, da die Feinde einen immer umzingeln und sowohl von vorne als auch von hinten angreifen, wie es bei den meisten Beat‘Em Up Spielen so ist. Neben dem Angriff mit dem Schwert kann man noch springen und in der Luft treten (auf dem Boden gibt es dagegen leider keine Tritt-Möglichkeiten) und Magie einsetzen. Für den Einsatz von Magie benötigt man allerdings mindestens zwei Mana-Flaschen, von den man maximal neun Stück sammeln kann.
Und wie in jedem Beat'em Up hat man auch hier einen Special Move, welches ziemlich stark und in Notsituationen sehr hilfreich ist, man aber beim Einsatz etwas Lebensenergie verliert, damit man eben nicht ständig diese starke Attacke anwendet.

Der Feind hat oft etwas zum Futtern dabei!

Die verlorene Lebensenergie kann man durch Brot oder Fleisch wieder auffrischen, die die Feinde fallen lassen. Interessant ist, dass man fast nie leer ausgeht, denn jeder Feind lässt immer etwas fallen. Meist ist dies Gold, welches die Punktzahl aufstockt. Dann kann man, wie eben erwähnt, auch Nahrung, Mana-Flaschen oder auch goldene Schlüssel bekommen, die für die Bonusrunden wichtig sind. Denn nach jedem Level gibt es eine Bonusrunde, wo man in einer bestimmten Zeit entweder soviel Gold wie möglich einsammeln muss oder eben Truhen öffnet, für die man diese goldenen Schlüssel benötigt. Aus den Truhen können noch mehr Gold, Nahrung oder sogar Extraleben auftauchen.

Lahme Helden und schwere Bosse

Die Level spielen sich meist in mehreren Abschnitten ab. Oftmals ist man zunächst draußen unterwegs, also in Wäldern oder auf Wiesen, danach geht es in Burgen, Höhlen oder Kerkern weiter. Es gibt insgesamt sechs große Level, und jedes Level wird mit einem Endboss abgeschlossen, wobei die meisten dieser Bosse schon auf Easy recht schwer sind. Das liegt aber auch daran, dass die Spielfigur sich lahm wie eine Schnecke bewegt. Man kann zwar Blocken, aber schnell ausweichen kann man vergessen, und das macht das Spiel so frustrierend. Die Schläge mit dem Schwert sehen wunderbar aus, da die Grafik des Spieles eine echte Augenweide ist, doch oft wird man die ganze Zeit nur umher springen und dabei treten, weil man sich springend und tretend zwei bis dreimal so schnell bewegt und mehr Chancen gegen den Feind hat. Jedoch sieht dies auf Dauer eben dämlich aus und man wünscht sich dann, dass man doch lieber schneller mit dem Schwert unterwegs wäre.

Besonderes:
Witziger Programmierfehler: Wenn man das Spiel durchgeschafft hat, sieht man das Ending und dann die Credits. Anschließend gibt es noch ein Foto der Programmierer, bevor man wieder ins Hauptmenü kommt. Allerdings kann man nun kein neues Spiel mehr beginnen. Denn jedes Mal, wenn man auf „Start Game“ geht, werden erneut das Ending und die Credits gezeigt, auch wenn man in den Optionen andere Einstellungen vornimmt. Man muss also den SNES resetten, damit man das Spiel wieder spielen kann.

Auf der Playstation gibt es übrigens ein Remake von diesem Spiel in 3D Optik und gerenderten Videosequenzen, das ebenfalls Legend heißt. In den USA wurde dieses Remake allerdings unter dem Namen Legend: Knight of Carnage veröffentlicht.


BEWERTUNG


Grafik:
Die Grafik ist absolut wunderbar, vor allem für ein Beat‘Em Up Spiel. Man spielt hinter sehr schönen Hintergründen und sieht viele Effekte wie Nebel und Lichteinfall. Die Charaktere sehen gut aus und haben noch besser aussehende Animationen. Leider sind die Level aber oftmals ähnlich aufgebaut, so dass trotz der tollen Grafik spielerisch wenig Abwechslung geboten wird.

Sound:
Der Sound ist unscheinbar. Man hört gerade mal ein paar Schlaggeräusche und das "ahh" von sterbenden Gegnern, mehr auch nicht. Witzig ist, dass selbst Skelette wie menschliche Gegner "ahh" schreien, wenn sie besiegt werden.

Musik:
Die Musik wiederholt sich zwar sehr oft, dafür klingt sie aber sehr gut. Etwas mehr Abwechslung, und der Soundtrack wäre mehr als Top gewesen.

Gameplay:
Im Grunde tut man nichts anderes als die ganze Zeit über Feinde zu verkloppen, von denen es nur eine Handvoll verschiedener Gegner gibt, die auch noch in jedem Level ohne Änderungen auftauchen. Etwas mehr Abwechslung bei den Gegnern, aber auch in den Leveln selbst wäre nett gewesen. Am meisten stört allerdings die sehr langsame Bewegungsgeschwindigkeit des Helden, die dazu führt, dass man lieber die ganze Zeit rumspringt als das Schwert zu schwingen. Schade eigentlich, da das Spiel ansonsten gut ist.

Dauerspaß:
Eigentlich könnte man sehr viel Spaß mit Legend haben, doch durch die lahme Bewegungsgeschwindigkeit des Helden wird das Spiel unnötig erschwert. Außerdem muss man das Spiel darüber hinaus auch noch in einem Stück spielen. Wenn man ein paar mal gescheitert ist, dann hat man wohl für eine Weile keine Lust mehr auf das Spiel.

Fazit:
Legend hätte ein sehr gutes Beat'em Up mit einer hervorragenden Grafik und einem tollem Soundtrack sein können, doch durch die vielen Designschwächen verschenkt es einfach zu viel Potential. Das ist schade, aber dennoch ist das Spiel für Beat‘Em Up Fans mal ein Blick wert.

Wertung

Grafik 8
Sound 6
Musik 8
Gameplay 6
Dauerspaß 6
Gesamtwertung 6.5