Street Racer
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Info
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Autor | Webmaster |
Genre | Rennspiel |
Größe | 8 MBit |
Publisher | Ubisoft |
Entwickler | Vivid Image |
Spieler | 4 |
Level | 20+6 |
Schwierigkeitsgrad | 4 |
Features | - |
Was es auf der Playstation und dem N64 zuhauf gibt/gab war auf dem SNES Mangelware: Fun Racer. Mit Super Mario Kart kam meines Wissens nach der erste Fun-Racer in den Handel, und danach hörte man lange Zeit nichts mehr von diesem Genre. Schon lange bevor das Spiel, welches Super Mario Kart vom Thron stoßen sollte erschien kamen berichtete man darüber in der Video Games. Vorteile des neuen Racers lagen eindeutig auf der Hand. Mit individuellen Attacken, die jeder der acht Fahrer ausführen konnte und einem Vierspielermodus stand dem Erfolg ja nichts mehr im Wege. Allzu erfolgreich war Street Racer nicht, möchte ich jetzt mal behaupten. Obwohl das Spiel auch auf andere Plattformen, wie Mega Drive und PC umgesetzt wurde, hörte man recht wenig davon.
Aber nun weg von der Diskussion über Erfolg und Mißerfolg dieses Titels. Um was geht's überhaupt in diesem Spiel. Wie in Super Mario Kart kann man einen von acht sehr unterschiedlichen Charakteren wählen. Ein Pluspunkt für dieses Spiel, denn die Kriterien, in denen sich die Fahrer unterscheiden werden im Auswahlbildschirm auch Angezeigt. Beschleunigung, Geschwindigkeit, Bodenhaftung, Angriffsstärke etc... Hat man seinen Fahrer gewählt beginnt auch schon das Rennen. Auf L und R können Seitenhiebe verteilt werden, und auf A und X kann jeweils eine Fahrzeugwaffe, bzw. Besonderheit aktiviert werden. Das geht von Elektroschock, über sinnloses Reifenaufpumpen, welches in der Theorie die Gegner von der Fahrbahn drängen soll, in Wirklichkeit aber gar nichts bringt bis zum fliegenden Teppich. Wie eben erwähnt gibt's ein paar ziemlich wertlose Aktionen. Diese Aktionen führen dazu, daß ein paar der Fahrer gar nicht zu gebrauchen sind. Eine Aktion haben jedoch alle Fahrer gemeinsam, nämlich den Turbo Boost. Durch das Aufsammeln von blauen Pfeilen kann die Anzahl der verwendbaren Boosts aufgestockt werden. Wird man von der "Waffe" eines Gegners getroffen sammelt man Werkzeugkasten ein, um die Schäden, welche Geschwindigkeit kosten wieder zu beseitigen.
Es fällt auf, daß die Runden recht schnell abgefahren sind, und einfache Strecken hat man nach ein paar Minuten drin. Manch eine Bahn fährt man locker unter einer Minute, obwohl so ein Rennen 5 Runden dauert. Man muß auch nicht, wie in Mario Kart als vierter durch's Ziel. Es reicht, wenn man fünfter wird. Nach jedem Rennen gibt's dann die Punkteabrechnung, bei der man bis zu vier Bonuspunkte bekommen kann. So ist es nicht schlimm, auf einem der hinteren Plätze zu landen, da der Computer nur selten diese Zusatzpunkte einsackt. Manchmal ist es aber auch ziemlich schwer eine Runde zu schaffen, da der Computer einfach besser fährt. Dummer Spruch, ich weiß. Mein Bruder fand das Spiel einfach, hat er mir gesagt, selbst auf den schweren Stufen, auf denen die Fahrer aggressiver, und die Strecken anspruchsvoller sind. Ich hatte nach der zweiten von drei Klassen genug. Fakt ist, daß man, wenn man als erster durch's Ziel gefahren ist, die nächste Strecke als letzter beginnt, warum auch immer. Versucht man dann mit einem Turbostart an die Spitze zu gelangen, steckt man erst mal ewig viel Schläge ein, was dazu führt, daß man sich nach ein paar Sekunden wieder auf dem letzten Platz wiederfindet.
Grafisch bietet Street Racer schnelle und flüssige Grafik, und auch die recht liebevoll gestalteten Fahrer wissen zu gefallen. Ein Als störend erweist sich jedoch die Weise, in welcher Hindernisse wie Steine dargestellt werden. Diese sind nicht zu sehen, bis man in sie hineinfährt, da sie nur auf den Boden "hinaufgemalt" sind, und keine Erhöhung erkennen lassen. Ein Vorteil ist, daß man so locker über diese Hindernisse hinweg springen kann. Außerdem fehlt es Street Racer ganz klar an Detailreichtum. Die Auflösung ist recht niedrig, und Pixelig. So fällt es schwer die Streckenbegrenzung zu erkennen, in Levels, die nicht gerade eine vorgeschriebene Fahrbahn haben, wie beispielsweise der Strand. Auch Sprungschanzen kann man nicht vom Rest der Fahrbahn auseinanderhalten. Die Musik ist von den Instrumenten her anständig, was man von den Soundeffekten nicht gerade sagen kann. Fährt man gegen einen Stein klingt's metallisch...
Mit Street Racer bekommt man einen anständigen Fun-Racer, der jedoch einige Schwächen aufweist. Trotz höherer Geschwindigkeit als beim Vorbild Mario Kart, und Vierspielermodus, welchen ich nebenbei erwähnt nicht getestet habe, kommt das Spiel nicht an Mario und seine Freunde heran. Eher mal für ein schnelles Spielchen Zwischendurch geeignet als zum Langzeitzocken.
Spielmodi, Besonderheiten und Powerups:
Der oben schon erwähnte Vierspielermodus führt dazu, daß jedem Spieler letzten Endes nur noch ein kleiner Streifen Bildschirm zur Verfügung steht. Wie gesagt, nicht getestet, trotzdem ein netter Einfall. Nun aber zu den Optionsmöglichkeiten. Vor Spielbeginn kann man im Optionsmenü festlegen ob Waffen benutzt werden können, ob man kämpfen kann, ob man unverwundbar ist, und ob Zusammenstöße Aktiviert sind. Des weiteren kann man die Anzahl der zu fahrenden Runden einstellen, den Schwierigkeitsgrad, welcher in Leicht schon zu schwer ist, die Anzahl der Autos, die im Übungsmodus mitfahren und ein paar Soundeinstellungen vornehmen.
Im Practice Mode kann man die Spielarten "Normales Rennen", Soccer und Rumble trainieren, und die Anzahl der Gegner bestimmen. Beim Head to Head Mode spielen nur zwei Spieler die jeweiligen Spielmodi.
Im Championship Mode fährt man dann 6 Rennen um die Meisterschaft. Man kann zwischen drei Klassen wählen, oder die Strecken nach seinen eigenen Belieben zusammenstellen.
Im oben schon erwähnten Rumble-Mode, welcher wie der Soccer-Mode auch als Minispiel eingebaut wurde, und laut Video Games keinen Spaß macht. Es geht darum die anderen Fahrer aus der Arena zu befördern, wobei dies durch herausdrängen, oder Löcher graben geschieht. Dieser Modus hat drei Stufen, in denen die Arena jeweils von Mehr oder weniger viel Mauerwerk umgeben ist, welches ein seitliches rausfahren aus der Arena verhindert.
Im Soccermode kann man auf drei verscheidenen Untergründen eine Fußballvariation mit dem Fahrzeugen spielen. Dabei kann man den Ball irgendwie in seinen Besitz bringen, und versuchen diesen in das Tor zu befördern. Vorher legt man fest, ob man auf Zeit, oder Tore spielt.
Bei jedem Modus kann man nach dem Rennen das selbige im Replay-Modus nochmals anschauen.
Wertung
Grafik | 7 |
Sound | 6 |
Musik | 6 |
Gameplay | 5 |
Dauerspaß | 5 |
Gesamtwertung | 6.0 |